Fußball Bundesliga
Santa Cruz will sich später unters Messer legen

Roque Santa Cruz will sich erst nach der Geburt seiner Tochter am verletzten Knie operieren lassen. "Ich will unbedingt dabei sein", sagte der Stürmer. Santa Cruz hatte sich am Samstag das Kreuzband gerissen.

Stürmer Roque Santa Cruz vom deutschen Rekordmeister Bayern München soll nach seinem Kreuzbandriss erst am 14. November am Knie operiert werden. Dieser Termin liegt nach der voraussichtlichen Geburt seiner Tochter.

Diesen Termin gaben die Münchner unmittelbar vor dem Champions-League-Spiel bei Juventus Turin am Mittwochabend bekannt. Durchgeführt wird der Eingriff am gerissenen Kreuzband wie geplant von US-Kniespezialist Dr. Richard Steadman, allerdings in dessen Klinik in Vail im US-Bundesstaat Colorado und nicht wie zunächst vorgesehen in Augsburg.

"Operation muss warten"

Santa Cruz hatte bereits zuvor seine Absicht erklärt, die Operation erst zu einem späteren Zeitpunkt durchführen zu lassen. "Das muss jetzt warten. In ein bis zwei Wochen erwarten wir unsere Tochter Fiorella", sagte der 24-Jährige in einem Interview mit der Münchner Tageszeitung tz. Am vergangenen Samstag hatte der paraguayische Nationalspieler in der Bundesliga-Partie der Bayern beim 1. FC Köln (2:1) einen Kreuzbandriss und einen Teilabriss des Innenbandes im rechten Knie erlitten.

Als Geburtstermin für die Tochter des Torjägers ist der 10. November errechnet. Für ihn sei die Geburt "im Moment das Wichtigste. Ich will unbedingt dabei sein", erklärte Santa Cruz. Er sei sicher, dass der Verein Verständnis dafür aufbringe. "Bei einem Ausfall von sechs Monaten fallen diese zwei Wochen auch nicht mehr ins Gewicht", sagte er und fügte hinzu: "Die Verantwortlichen wissen, dass es Dinge im Leben gibt, die Vorrang haben."

"WM hat jetzt nicht mehr Priorität"

Der Angreifer, der in den vergangenen vier Partien drei Tore für die Bayern erzielte, sieht den anstehenden Vertragsverhandlungen mit den Münchnern ebenso gelassen entgegen wie seinem möglichen Ausfall für die WM 2006 in Deutschland. "Die Menschen werden verstehen, dass für mich die WM jetzt nicht mehr Priorität hat. Ich will noch mindestens fünf Jahre Profi-Fußball spielen." Das dürfe er mit einem überstürzten Comeback nicht gefährden, sagte Santa Cruz. "Natürlich will ich bei der WM dabei sein. Aber wenn es nicht klappt, ist das auch kein Weltuntergang."

Derweil hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview eine Vertragverlängerung mit Santa Cruz in Aussicht gestellt. "Wir werden uns mit Santa Cruz und seinem Berater Sören Lerby demnächst zusammensetzen mit dem Ziel, den Vertrag trotz der schweren Verletzung zu verlängern", sagte Rummenigge und fügte hinzu: "Wir werden Santa Cruz jetzt nicht in der Luft hängen lassen."

© SID

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