Fußball Bundesliga
Schaaf: "Die Leistung stimmt nicht mehr"

Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen muss Werder Bremen nun sogar um einen Uefa-Cup-Rang bangen. Im Gespräch sucht Coach Thomas Schaaf nach Erklärungen für die Misere.

Zur Winterpause war Werder Bremen punktgleich mit Bayern München ein ernstzunehmender Meisterschaftskandidat und auch im Pokal und Europacup noch im Rennen. Zwei Monate später befinden sich die Norddeutschen in einer handfesten Krise, können keinen Pokal mehr holen und sind selbst in der Liga dabei, einen vorderen Platz zu verspielen. Thomas Schaaf stand nach der blamablen 1:2-Heimniederlage gegen Kellerkind Duisburg Rede und Antwort.

Frage: "Nur ein Punkt aus vier Spielen, eine Heimniederlage gegen das bisherige Tabellenschlusslicht MSV Duisburg, woran krankt es momentan bei Werder Bremen?"

Thomas Schaaf: "Die Spieler, die auf dem Platz sind, müssen ihre Leistung bringen. So gesehen, war speziell die erste Halbzeit gegen Duisburg indiskutabel. Das war gar nix, ohne Wenn und Aber."

Frage: "Sind Sie mehr verärgert als nach den Niederlagen beim VfB Stuttgart und gegen den VfL Wolfsburg?"

Schaaf: "Da gibt es in der Tat einen Unterschied. Bei diesen Spielen hat die Leistung noch gestimmt, diesmal nicht mehr. Das war ein klarer Rückschritt. Wir haben völlig zu Recht verloren, das sollte uns zu denken geben. Wir hatten so viele Schwachpunkte, dass es in keinster Weise das Spiel war, für das wir stehen."

Frage: "Sie haben schnell reagiert und statt der üblichen Pflege am Sonntag ein Training und eine Aussprache angesetzt. Was erhoffen Sie sich davon?"

Schaaf: "Es galt einfach, einige Dinge aufzuzeigen und sehr kritisch mit uns umzugehen. Ich denke, es war die richtige Zeit, um uns über eine solche Vorstellung intensiv zu unterhalten. Es ging darum, die Mannschaft zu fragen, wie so etwas zustande kommt."

Frage: "Erstmals in dieser Saison konnten Sie ihre Wunschformation aufbieten. Müssen Sie da nicht besonders enttäuscht über das schlechte Ergebnis sein?"

Schaaf: "Es heißt ja nicht immer, wenn alle Leute dabei sind, dass auch alle fit sind."

Frage: "Haben Sie während des Spiels Arroganz oder Überheblichkeit bei Ihrer Mannschaft feststellen können?"

Schaaf: "Nein, davon habe ich nichts bemerkt."

Frage: "Sie haben in der Halbzeitpause durch die Einwechslung von zwei Stürmern eine Wende erzwingen wollen. Warum fruchtete diese neue Ausrichtung nichts?"

Schaaf: "Ich habe keine Erklärung. Wir müssen nach vorne alles versuchen, das war uns klar. Bei einem 0:2-Rückstand gibt es da nichts zu überlegen. Wir sind ein wahnsinniges Risiko eingegangen, aber es hat sich nicht ausgezahlt.'

© SID

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