Fußball Bundesliga
Schalke 04 will im Kampf um Herbsttitel vorlegen

Im Kampf um die Herbstmeisterschaft will Schalke 04 vorlegen. Im Rahmen des letzten Spieltages der Hinrunde treten die "Knappen" heute ab 15.30 Uhr bei Arminia Bielefeld an. Spitzenreiter Bremen spielt erst am Sonntag.

Der Kampf um die Herbstmeisterschaft wird zu einem Stück in zwei Akten. Verfolger Schalke 04 kann heute (15.30 Uhr/live bei arena) bei Arminia Bielefeld vorlegen, der punktgleiche Tabellenführer Werder Bremen kann am Sonntag (17.00 Uhr/live bei arena) zum Hinrunden-Abschluss der Bundesliga im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kontern und als Spitzenreiter überwintern.

Für die Schalker war der Wintertitel bislang kein gutes Omen. Zweimal standen die Königsblauen nach der Hinrunde auf Platz eins, zweimal hieß der Meister am Ende Bayern München. Vielleicht sind die Gelsenkirchener deshalb auch gar nicht so scharf darauf, Bremen zu überholen. "Ich feier am Sonntag den 3. Advent", meinte Manager Andreas Müller auf die Frage nach dem Herbsttitel.

Trainer Mirko Slomka, der nach zwischenzeitlicher Kritik durch fünf Siege in sieben Spielen ohne Niederlage wieder fest im Sattel sitzt, beurteilt die Situation ein bisschen offensiver. "Mit 33 Punkten haben wir eine gute Hinrunde gespielt, aber wir wollen mit einem Sieg gegen Bielefeld 36 Zähler erreichen, um so den Spieß umzudrehen und Druck auf Werder Bremen auszuüben", sagte Slomka, der wieder auf den zuletzt gelb-gesperrten Kapitän Marcelo Bordon und Zlatan Bajramovic zurückgreifen kann. Dafür fallen Spielmacher Lincoln (Reizung im Knie) und der in dieser Woche an Sprunggelenk und Nase operierte Sören Larsen aus.

Stuttgart lachender Dritter?

Lachender Dritter könnte der VfB Stuttgart (31 Punkte) werden, der bei einer Bremer Niederlage sowie einem Schalker Unentschieden mit einem klaren Sieg bei Energie Cottbus, das nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg in die Abstiegszone abgerutscht ist, noch auf Platz eins klettern könnte. Deshalb will Trainer Armin Veh auch "verhindern, dass bei uns schon vorweihnachtliche Stimmung aufkommt."

Meister Bayern München (30 Punkte) könnte bei einer Bremer Niederlage zwar auch zu Werder aufschließen, die Tordifferenz ist aber deutlich schlechter als die der Bremer Torfabrik. Ziel der Münchner ist aber auf jeden Fall ein positiver Jahresausklang. "Wir wollen mit zwei Siegen in Mainz und im Pokal in Aachen für einen erfolgreichen Abschluss sorgen", sagte Trainer Felix Magath, der wieder auf den zuletzt gelb-gesperrten Mark von Bommel zurückgreifen kann.

Auf Münchner Präsente hofft auch Schlusslicht FSV Mainz 05. "Wir sind gerne bereit, alle Geschenke anzunehmen, die unsere Ausgangsposition verbessern", meinte Trainer Jürgen Klopp: "Wir wollen Bayern auf unser Niveau herunterziehen. Denn wenn beide Teams 100 Prozent bringen, können uns nur Pfosten und Latte retten."

HSV hofft auf Erfolgserlebnis in Aachen

Vor einem ebenso harten Winter wie Mainz steht der Hamburger SV, der auf jeden Fall den Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz erleben wird. Dennoch hofft Trainer Thomas Doll auf ein gutes Ergebnis bei Aufsteiger Alemannia Aachen, der zuletzt nach acht Spielen ohne Sieg erstmals wieder gewann. Einerseits, um die turbulente HSV-Woche mit der chaotischen Jahreshauptversammlung positiv abzuschließen. Andererseits, weil ihn eine deftige Pleite doch noch seinen Job kosten könnte. "Wir haben in den letzten beiden Spielen kämpferisch überzeugt. Wenn wir 120 Prozent geben, haben wir in Aachen alle Chancen", meinte Doll, der auf acht Stammspieler verzichten muss.

Seinen Uefa-Cup-Platz behaupten will Hertha BSC Berlin gegen Eintracht Frankfurt, dass am Mittwoch unglücklich genau aus diesem Wettbewerb ausgeschieden ist. Der 1. FC Nürnberg könnte mit dem 13. Unentschieden im 17. Spiel einen Hinrunden-Rekord aufstellen, Gast Hannover 96 gewann aber seine letzten drei Auswärtsspiele, unter anderem in München.

© SID

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