Fußball Bundesliga
Schalke-Boss Rehberg versteht die Welt nicht mehr

Schalke-Präsident Gerd Rehberg zeigte sich äußerst verärgert über die Begleiterscheinungen während des Ruhrgebiets-Derbys bei Borussia Dortmund. Der 71-Jährige beklagt vor allem die mangelnde Solidarität in der Region.
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Mit großen Unverständnis hat Schalke-Präsident Gerd Rehberg auf diverse Begleiterscheinungen während und nach dem Ruhrgebiets-Derby bei Borussia Dortmund reagiert. "So etwas wie am Samstag, das hätte ich nie für möglich gehalten. So viel Hass und Häme. Wir regen uns über den Fanatismus im Nahen Osten auf, aber das gibt es leider auch hier in Deutschland bei einem gewöhnlichen Fußballspiel", beklagte der 71-Jährige in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe).

Von Ruhrgebiets-Solidarität gebe es keine Spur. Rehberg, der 24 Jahre für die SPD Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen war, zeigte sich darüber mehr enttäuscht als die durch die 0:2-Niederlage mutmaßlich verpasste Meisterschaft. "Als wir vor zehn Jahren den Uefa-Cup gewannen und Borussia Dortmund eine Woche später die Champions League, da hat es hier in der Region ein richtiges Wir-Gefühl gegeben", meinte Rehberg, "aber das ist alles verloren gegangen."

Die Polizei hatte nach dem Derby zufrieden Bilanz gezogen. Es gab zwar 70 Festnahmen, aber die meisten seien präventiver Art gewesen, größere Auseinandersetzungen seien vermieden worden. Rehberg berichtet hingegen, auf seinem Heimweg Zeuge von hässlichen Szenen zwischen Dortmunder und Schalker Zuschauern geworden zu sein: "Ich bin selbst dazwischen gegangen und hab gesagt: "Schämt Ihr Euch nicht?" Was ich da gesehen habe, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Wenn einige ein Messer in der Hand gehabt hätten, die hätten es benutzt."

© SID

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