Fußball Bundesliga
Schalke empfängt Berlin, Bayer reist nach Gladbach

Der 16. Bundesliga-Spieltag wird heute mit sechs Partien fortgesetzt. Dabei reist Hertha BSC Berlin mit breiter Brust nach Schalke, Leverkusen will in Mönchengladbach gewinnen.

Die Atmosphäre ist hochexplosiv: Für Manager, Trainer und Mannschaft von Schalke 04 wird das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin zum Spießrutenlauf. Das drohende Uefa-Cup-Aus nach dem 1:2 bei Twente Enschede und fünf Niederlagen in den letzten sechs Pflichtspielen haben die Rufe der Fans nach der Ablösung von Coach Fred Rutten und des ungeliebten Sportchefs und Vorstandsmitglieds Andreas Müller verstärkt.

"Keine Kurzschlusshandlungen"

Vor dem Duell des 16. Bundesliga-Spieltages heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) mit dem auswärtsstarken Tabellendritten aus Berlin versucht eine Fan-Gruppierung über eine Internetseite (mueller-raus.de) zehn Prozent der stimmberechtigten Schalke-Mitglieder zu gewinnen, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zwecks Trennung von Müller zu erwirken. Da hilft auch die demonstrative Rückendeckung durch Präsident Josef Schnusenberg derzeit nichts: "Es wird keine Kurzschlusshandlungen geben. Es wird niemand an den nächsten Ereignissen gemessen."

Nicht die besten Voraussetzungen also für Königsblau, um die Chaos-Tage vor Weihnachten zu beenden. Zumal die Hertha trotz des 0:1 gegen Galatasaray Istanbul im Uefa-Cup mit breiter Brust anreisen wird. Nach zuletzt vier Bundesliga-Siegen in Folge und der Gastspiel-Bilanz von vier Siegen, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen sagte Abwehrspieler Steve von Bergen: "Wenn wir gut starten, wird das Schalker Publikum nervös und pfeift gegen das eigene Team. Und das müssen wir nutzen."

Hertha will Geschichte schreiben

Bei einem Sieg wäre die beste Hinrunde der Berliner Bundesliga-Geschichte perfekt. Dennoch trübt ein Machtkampf hinter den Kulissen zwischen Manager Dieter Hoeneß und Präsident Werner Gegenbauer die Stimmung. "Selbstdarsteller" Hoeneß ist dem Klub-Boss und der gesamten Führungscrew offensichtlich ein Dorn im Auge. Auch in Berlin sägen sie also am Stuhl des Managers, der sich eigentlich erst 2010 verabschieden will.

Für die Hertha gilt es, bis Weihnachten den Anschluss an den Tabellenführer zu halten, ebenso wie für Bayer Leverkusen und den Hamburger SV. Nach zuletzt zwei Niederlagen forderte Leverkusens Trainer Bruno Labbadia vor dem Auftritt beim Tabellenvorletzten Borussia Mönchengladbach: "Wir wollen uns für die gute Hinrunde belohnen. Deshalb müssen wir jetzt voll da sein und wieder zurück in die Spur."

Werder will dem Mittelmaß entrinnen

Für Werder Bremen geht es beim seit zwei Monaten oder neun Spielen sieglosen Schlusslicht Karlsruher SC um den Ausweg aus dem Mittelmaß.

Der erste Sieg seit 1999 auf der Bielefelder Alm gegen die Arminia soll auch Borussia Dortmund im Rennen um die Uefa-Cup-Plätze halten. Doch BVB-Trainer Jürgen Klopp, der beim 2:1 der Ostwestfalen gegen Leverkusen spionierte, warnte vor dem Abstiegsaspiranten: "Bielefeld kann offensichtlich mit dem Druck gut umgehen."

"Das wird alles andere als leicht"

Weiterhin ohne Nationalstürmer Mario Gomez, aber mit Glücksbringer Markus Babbel auf der Bank hofft der VfB Stuttgart auf die Fortsetzung des Auswärtstrends mit zuletzt einem Remis und einem Sieg. Nur durch einen "Dreier" bei Energie Cottbus würden die Schwaben wieder in die obere Tabellenhälfte rücken. Aber Teamchef Babbel ist sich vor seinem dritten Spiel als Nachfolger von Armin Veh sicher: "Das wird alles andere als leicht."

© SID

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