Fußball Bundesliga
Schalke erwartet Angstgegner Leverkusen

Der Angstgegner Bayer Leverkusen kommt heute Abend in die Arena, doch bei allen Revanche-Gedanken sitzt bei Schalke 04 auch das Spiel gegen Bayern München im Hinterkopf. Dort muss der Vize-Meister in zwei Wochen ran.

In der Veltins-Arena erwartet Vize-Meister Schalke 04 zum Auftakt des vierten Spieltags mit Spannung die "Bayer-Elf" von Trainer Michael Skibbe. Das nächste Spiel gegen die Bayern sitzt dabei im Hinterkopf. "Mit Blick voraus auf das Spiel in München wäre ein Sieg gegen Leverkusen sehr wichtig, damit wir nicht schon früh den Kontakt zu den Bayern verlieren", sagte Nationalspieler Christian Pander vor dem richtungweisenden Duell am heutigen Abend (20.30 Uhr/live bei Premiere) gegen die Bayer-Elf.

Die Bilanz der Königsblauen gegen die Leverkusener ist allerdings ernüchternd. In insgesamt 46 Spielen gab es nur elf Siege. In den letzten neun Heimspielen (darunter fünf in der Arena) konnte Schalke nur einmal gewinnen: beim denkwürdigen 7:4-Triumph am 11. Februar 2006. Mit Blick auf die vergangene Saison darf Bayer noch vor jedem anderen Team behaupten, einen deutschen Meister Schalke 04 verhindert zu haben. Leverkusen war der einzige Klub, der zweimal gegen den späteren Vizemeister gewann.

Duell ist für viel Brisanz bekannt

"Schalke gegen Leverkusen, das waren und sind immer brisante Spiele. Ich kann mich noch gut an das 4:7 erinnern, als fast jeder Schuss ein Treffer war, aber besonders gerne auch an das 1:0 in der vergangenen Saison", meinte Bayer-Trainer Michael Skibbe, der Rene Adler im letzten Aufeinandertreffen beider Klubs in der Arena am 25. Februar zu seiner Nummer eins machte. Nicht zuletzt deshalb ist das Spiel am Freitag "ein ganz besonderes" für den Leverkusener Schlussmann. "Das war damals von 0 auf 100", sagte Adler, der seitdem in 14 Ligaspielen nur 15 Gegentore kassierte.

Sein Schalker Kollege Manuel Neuer, der ebenfalls zur jungen deutschen Torwart-Garde gehört und sogar eine noch bessere Liga-Quote als Adler vorweist (25 Gegentore in 31 Spielen), will von dem letzten Spiel gegen Bayer nichts mehr wissen: "Das ist abgehakt."

"Wir wollen zu Hause eine Macht bleiben."

Für Mirko Slomka ist die Zielsetzung derweil klar. "Wir wollen zu Hause eine Macht bleiben. Gegen Dortmund haben wir bewiesen, wie es geht", meinte der Schalker Trainer, der nach dem Spiel am Freitag eine erste kleine Zwischenbilanz ziehen will: "Wenn wir uns mit einem Sieg gegen Leverkusen in das spielfreie Wochenende verabschieden, können wir mit dem bisher Erreichten zufrieden sein. " Bislang stehen dem 4:1 im Derby gegen den BVB zwei Unentschieden beim deutschen Meister VfB Stuttgart (2:2) und beim VfL Wolfsburg (1:1) gegenüber. Nach dem Leverkusen-Spiel muss Schalke am 15. September beim Rekordmeister in München antreten.

Bangen muss Slomka um den Einsatz von Kapitän und Abwehrchef Marcelo Bordon, der im Training einen Bluterguss im Knie erlitten hat und auch die Donnerstageinheit abbrechen musste. "Bei ihm sieht es schlecht aus", sagte Slomka. Neuzugang Jermaine Jones wird nach seiner guten Leistung beim 1:1 beim VfL Wolfsburg wohl erneut für Lewan Kobiaschwili zum Einsatz kommen. Der Gegorgier laboriert noch immer an einer Leistenblessur. Skibbe wird wahrscheinlich wieder der Elf vertrauen, die Aufsteiger Karlsruher SC beim noch viel zu niedrig ausgefallenen 3:0 am vergangenen Samstag eine kostenlose Lehrstunde erteilt hat.

Seine Elf wolle aus einer kompakten Defensive möglichst wenig Schalker Chancen zulassen, "was schwierig genug wird", meinte Skibbe: "Aber wir sind zuverlässig, auch weil wir gegen den KSC ein Klassespiel abgeliefert haben."

© SID

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