Fußball Bundesliga
Schalke fährt mit der Schale vor Augen nach Mainz

Zwei der vier Meisterschaftsanwärter in der Bundesliga müssen heute ran. Während Tabellenführer Schalke 04 zum FSV Mainz 05 reist, will der VfB Stuttgart den Titel-Traum durch einen Sieg gegen Hannover 96 weiterträumen.

Der Hauptakteur am heutigen Bundesliga-Samstag heißt eindeutig FC Schalke 04. Aber auch Hertha BSC Berlin mitsamt Neu-Trainer Karsten Heine wird das Interesse der Fußball-Nation verstärkt auf sich ziehen.

Spitzenreiter Schalke will dabei im Gastspiel beim FSV Mainz 05 mit aller Macht ein Deja-vu-Erlebnis vermeiden, um sich seine Verfolger vom Leibe zu halten: "Ein Sieg könnte ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft sein", sagte Trainer Mirko Slomka.

Noch vor fast genau zwei Jahren war die Partie in der Karnevals-Hochburg alles andere als ein gutes Omen. Ebenfalls als Ligaprimus angereist, verloren die Königsblauen durch das 1:2 die Tabellenführung und anschließend den Anschluss an den späteren Meister Bayern. "Da war viel Theater im Vorfeld der Partie, das hat die Mannschaft schlecht weggesteckt", erklärte Slomka.

Nun aber komme sein Team mit der Bürde des Gejagten mental besser zurecht. Zudem soll der nach seiner Rotsperre zurückkehrende Spielmacher Lincoln neuen Schwung bringen. Lincoln mache körperlich "einen außergewöhnlich guten Eindruck", so Slomka, der allerdings auf Gustavo Varela und Sören Larsen verzichten muss.

Berlin hofft auf Trendwende

Mainz´ Trainer Jürgen Klopp appelliert angesichts von zuletzt drei Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz an die Leidenschaft seiner Spieler: "Die Schalker müssen sofort das Gefühl haben, dass sie hier nichts im Vorbeigehen mitnehmen. Da, wo wir jetzt stehen, wollen wir nicht bleiben."

Für den VfB Stuttgart dagegen könnte der Vorhang für die Saison gerne schon vor dem Spiel gegen Hannover 96 fallen. Auf Platz drei wäre das Hauptziel - die Qualifkation zur Champions League - erreicht. "Wir haben es selbst in der Hand", sagte VfB-Trainer Armin Veh.

Auf eine Trendwende hofft derweil Manager Dieter Hoeneß nach dem Trainerwechsel von Falko Götz zu Karsten Heine bei der kriselnden Hertha aus Berlin. "Die Ausreden und Alibis sind beendet", erklärte Hoeneß und setzte die Spieler vor dem Spiel beim VfL Bochum unter Druck: "Ich will eine Mannschaft sehen, die endlich ihr Potenzial abruft."

Zumindest im Training habe Neu-Coach Heine, der bislang Herthas U23 in der Regionalliga betreute und vorerst bis zum Saisonende die Profis übernimmt, "fantastische Eindrücke" gesammelt. "Aber wir brauchen drei Punkte, und das mit aller Konsequenz", sagte der frühere DDR-Oberligaspieler.

Kopfzerbrechen bereitet Heine neben der negativen Tendenz von zuletzt acht sieglosen Spielen vor allem Bochums Top-Stürmer Theofanis Gekas, zumal in Kapitän Arne Friedrich und dem gesperrten Josip Simunic zwei Säulen in der Abwehr ausfallen. "Gekas ist ein Eisvogel, sehr schnell und abgebrüht", meinte Heine.

Endspiel in Ostwestfalen

Unterdessen scheinen bei Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf die Nerven blank zu liegen. Völlig überraschend verbannte Trainer Friedhelm Funkel die Stammspieler Albert Streit und Michael Thurk aus dem Kader und sorgte damit vor dem "Endspiel" (Funkel) bei Arminia Bielefeld für mächtig Wirbel. "Ich möchte Albert eine schöpferische Pause geben", sagte Funkel. Auch Thurk habe zuletzt nicht seine Leistung gebracht.

Bei einer Niederlage könnte sich die Aktion für den Coach als Bumerang erweisen. Bereits jetzt steht der 53-Jährige auf Grund der Talfahrt auf Platz 15 in der Kritik, von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen gibt es keine öffentliche Rückendeckung. Doch Funkel, dessen Vertrag sich nur bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr verlängert, sagt: "Ich fühle mich nicht allein gelassen."

Unterdessen wollen der VfL Wolfsburg bei Energie Cottbus und der 1. FC Nürnberg gegen Alemannia Aachen gelungene Generalproben für ihre Pokalhalbfinal-Partien in der kommenden Woche feiern.

© SID

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