Fußball Bundesliga
Schalke-Manager Müller schließt Rücktritt aus

Andreas Müller hat ausgeschlossen, aus der Pokalpleite bei Mainz 05 persönliche Konsequenzen zu ziehen. "Ich werde niemals zurücktreten", sagte der Manager von Schalke 04.

Der umstrittene Manager Andreas Müller von Bundesligist Schalke 04 hat ausgeschlossen, aus den jüngsten Rückschlägen und dem Ausscheiden im DFB-Pokal persönliche Konsequenzen zu ziehen. "Schalke ist einer der emotionalsten Klubs der Welt, und genau das macht für mich den Reiz aus. Eines steht felsenfest: Ich werde hier niemals zurücktreten", sagte Müller im Interview mit dem Fachmagazin kicker.

"Die Gedanken zum Abschluss bringen"

Auf das ausbleibende Treuebekenntnis des mächtigen Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies reagierte Müller erneut offensiv. Der Aufsichtsrat habe die Pflicht, alles kritisch zu überprüfen, sagte Müller, das sei normal und richtig: "Aber irgendwann sollte man die Gedanken zum Abschluss bringen und das Ergebnis öffentlich mitteilen."

Auf seine Aussage unmittelbar nach der 0:1-Niederlage im Pokal-Viertelfinale am vergangenen Dienstag bei Zweitligist FSV Mainz 05 ("Wenn man meint, muss man eben die Reißleine ziehen") habe er keine Reaktion erhalten. Er könne mit der Situation professionell umgehen, so Müller, "aber das Thema rumort hier seit Monaten. Das schadet zwar auch mir, aber noch viel mehr dem Verein". Er nehme die Verantwortung für die aktuelle Krise an, "aber meinem Verständnis nach arbeitet ein Manager auch perspektivisch".

Vom ebenfalls in der Kritik stehenden Trainer Fred Rutten sei Müller "nach wie vor zu 100 Prozent überzeugt". Er verstehe aber alle öffentliche Kritik, weil die Handschrift des Trainers noch nicht zu erkennen sei. Müller ist jedoch gewillt, dem Niederländer weitere Zeit einzuräumen, obwohl man mit "Rückschlägen in der jetzigen Dimension" nicht gerechnet habe: "Ich vergleiche es mit Lucien Favre in Berlin. Da hat es ein Jahr gedauert".

Rutten ist seit Saisonbeginn bei den Königsblauen im Amt. Seitdem ist Schalke in der Champions-League-Qualifikation, im Uefa-Cup und zuletzt im DFB-Pokal gescheitert. Auch in der Liga hinkt der Klub auf Platz acht den eigenen Ansprüchen weit hinterher.

Eine Frage des Kopfes

An mangelnder Qualität im zweitteuersten Kader der Liga liege die derzeitige Situation laut Müller jedoch nicht. "Es ist vielmehr eine Frage des Kopfes, und das betrifft die ganze Mannschaft. Nach vielen negativen Ergebnissen ist das Selbstvertrauen weg - ein Teufelskreis."

Bislang lägen keine konkreten Angebote für Spieler vor. Müller: "Sollten etwas kommen, überlegen wir, was für Schalke das Beste ist. Aber von uns wird keine Initiative ausgehen. Wollen alle bleiben - kein Problem!"

© SID

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