Fußball Bundesliga
Schalke-Manager Müller wehrt sich

Andreas Müller hat sich in einem Interview gegen die heftigen Kritiken an seiner Person in den vergangenen Wochen gewehrt. "Die Debatte ist unfair", sagte Schalkes Manager.

Nach den Anfeindungen der vergangenen Wochen hat sich Andreas Müller, Manager des Bundesligisten Schalke 04, öffentlich zur Wehr gesetzt. "Es motiviert mich umso mehr, wie unfair die Debatte um meine Person läuft. Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass einer aus drei Metern das Tor nicht trifft", sagte Müller vor dem wichtigen Revierderby am Freitagabend (20.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Borussia Dortmund im Express-Interview.

Kritik an seiner Transferpolitik verbat sich der umstrittene Sportchef. "Bevor ich hier Manager wurde, hatte Schalke über Jahre keine Transfereinnahmen. Unter meiner Regie hat Schalke Ablösesummen von mehr als 30 Mill. Euro eingenommen - von Ailton über Hanke bis Ernst. Trotzdem haben wir immer international gespielt. Westermann und Jones wurden hier Nationalspieler. Das hat es auf Schalke Jahrzehnte nicht gegeben."

"Die Attacken gehen mir nahe"

Nun sei erstmals eine "sportliche Delle" da. "Und schon stehe ich mit solcher Wucht am Pranger? Das tut weh." Er werde die Spieler "nicht zum Fraß vorwerfen. Aber sie sind jetzt in der Pflicht, etwas zurückzugeben. Nicht mir, aber dem Verein und den Fans. Freitag gegen Dortmund müssen sie sich für Schalke zerreißen, nicht für mich. Ich kann für mich kämpfen. Auch wenn mir die Attacken nahe gehen."

Zudem kündigte Müller die Verpflichtung des tschechischen U21-Nationalspielers Jan Moravek an. "Ein torgefährlicher Junge, den ich schon lange im Blick habe. Das Ding läuft", sagte Müller über den offensiven Mittelfeldspieler von Bohemians Prag.

© SID

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