Fußball Bundesliga
Schalke mit guten Vorzeichen gegen Cottbus

Mit zwei Siegen im Rücken will sich Schalke heute durch einen Erfolg gegen Cottbus weiter Richtung Europa bewegen. Die Lausitzer reisen mit einer schlechten Bilanz in die Arena.

15 Punkte, 15:0 Tore und viele gute Erinnerungen an eine perfekte Premiere: "Jubilar" Mike Büskens und den Spielern von Schalke 04 dürfte es heute im Spiel gegen Energie Cottbus (20.30 Uhr/live bei Premiere) besonders leicht fallen, den enttäuschenden Saisonverlauf aus den Köpfen zu verdrängen und die Aufholjagd auf die Europacup-Plätze fortzusetzen.

Vor rund einem Jahr, am 15. April 2008, gab das Gespann Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck gegen Cottbus sein Debüt auf der Trainerbank. Nicht nur wegen des damaligen Schalker 5:0-Sieges könnten die Vorzeichen 367 Tage später klarer kaum sein. Cottbus wartet nach fünf Auftritten in der Arena noch immer auf den ersten Punkt und das erste Tor.

Kuranyi vor einem Jahr mit vier Toren gegen Cottbus

"An diesen Tag kann ich mich noch sehr gut erinnern. Das war eines meiner besten Spiele für Schalke", sagte Kevin Kuranyi, der vor einem Jahr vier Tore erzielte. In Erinnerungen schwelgen will der Ex-Nationalstürmer aber nicht, sondern sein Team Europa wieder ein Stück näher bringen: "Platz fünf ist auf jeden Fall noch zu schaffen. Wir müssen nur weiter gewinnen, dann sieht es ganz gut aus für uns."

Die Bilanz von Büskens als Interimstrainer ist ähnlich eindrucksvoll wie die der Schalker in Heimspielen gegen Cottbus. 22 von 24 möglichen Zähler und 17:1 Tore holte der "Eurofighter" in acht Spielen. In seiner zweiten Amtszeit, die mit der Entlassung von Fred Rutten begann, stehen bislang die 2:0-Siege bei Arminia Bielefeld und gegen den Karlsruher SC zu Buche.

Büskens: "Werden selbstbewusst auftreten"

"Wir haben zweimal gewonnen und werden gegen Cottbus entsprechend selbstbewusst auftreten. Der Gegner kommt auch mit einem Sieg im Rücken zu uns, wird aber in der Arena sicher nicht bedingungslos nach vorne spielen", sagte Büskens.

Die Frage nach seiner Zukunft auf Schalke beantwortete Büskens fast mit denselben Worten wie nach seinem Debüt vor einem Jahr. "Es geht nicht um mich, sondern um Schalke 04. Ich werde ganz normal meine Arbeit bis zum Saisonende machen." Der Vorstand verweigert bislang ein klares Bekenntnis zu dem 41-Jährigen.

Trainerfrage stellt sich erst nach der Saison

Offensichtlich soll der neue Manager, der ebenfalls noch gesucht wird, ein entscheidendes Wort bei der Suche nach einem neuen Coach mitsprechen. "Die Trainerfrage stellt sich momentan nicht. Wir haben eine klare Absprache bis zum Saisonende, danach sehen wir weiter", sagte Geschäftsführer Peter Peters.

Ohnehin stehen Büskens und dem Team die Aufgaben, die möglicherweise den Ausschlag in der Trainerfrage geben werden, noch bevor. Nach dem Spiel gegen Cottbus muss Schalke bei Bayern München antreten, außerdem sind unter anderem noch Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart die Gegner. Nationalspieler Christian Pander ist allerdings nicht der erste Schalker Profi, der sich für Büskens und Co. einsetzt: "Das neue Trainertrio hat etwas ganz Wichtiges geschafft, nämlich wieder etwas Leben in die Truppe und in die Kabine zu bringen."

Lausitzer wollen mutig nach vorne spielen

Die Cottbuser wollen sich derweil von der depremierenden Serie nicht verunsichern lassen. "Wir wollen dennoch mutig nach vorne spielen, denn wenn man auswärts kein Tor schießt, wird es ganz schwer", sagte Trainer Bojan Prasnikar, der wohl wieder auf einen seiner Schlüsselspieler zurückgreifen kann. Mariusz Kukielka wird nach einem Innenbandriss wohl sein Comeback in der Startelf geben und soll vor der Abwehr für mehr Stabilität sorgen. Dagegen ist der Einsatz von Timo Rost fraglich. Der Kapitän erlitt bei einem Zusammenprall mit Stürmer Adi Filho im Training eine schwere Fußprellung.

© SID

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