Fußball Bundesliga: Schalke mit Slomka weitgehend einig

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Schalke mit Slomka weitgehend einig

Die Unterschrift von Trainer Mirko Slomka unter einen neuen Vertrag bei Bundesligist Schalke 04 ist offenbar nur noch Formsache. "Ich sehe keinen Punkt, an dem es noch scheitern könnte", sagte S04-Manager Andreas Müller.

Chefcoach Mirko Slomka wird Bundesliga-Tabellenführer Schalke 04 auch in Zukunft erhalten bleiben, die Unterschrift unter einen neuen Vertrag ist nur noch Formsache. "Es gibt in allen Punkten absolute Übereinstimmung", sagte Manager Andreas Müller. Am Mittwochabend hatten Müller und Slomka zusammen mit Schalkes Finanzchef Josef Schnusenberg über eine Vertragsverlängerung des 39-Jährigen zu verbesserten Bezügen gesprochen.

"In den nächsten zwei, drei Wochen werden wir die letzten Gespräche führen. Ich sehe keinen Punkt, an dem es noch scheitern könnte", sagte Müller weiter. Slomka, der am 4. Januar 2006 als Nachfolger des entlassenen Ralf Rangnick überraschend zum Cheftrainer befördert worden war, soll einen neuen Kontrakt bis 2009 erhalten. Das Grundgehalt soll angeblich auf 50 000 Euro pro Monat angehoben werden. Inklusive Prämien soll Slomka künftig etwa 1,2 Mill. Euro pro Saison verdienen.

"Spüre Vertrauen des Vereins"

"Ich habe schon vor längerer Zeit gesagt, dass ich das absolute Vertrauen des Vereins spüre", sagte Slomka, der nach einigen turbulenten Monaten auf Schalke mittlerweile unumstritten ist. Nach dem K.o. im Uefa-Cup und im DFB-Pokal hatte der frühere Jugendtrainer von Hannover 96 noch auf der Kippe gestanden. Als Anfang November der Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Coach erstmals öffentlich unter Druck setzte, spielte Slomka alles oder nichts.

Er verbannte Torhüter Frank Rost, Gegenspieler von Kapitän Marcelo Bordon im internen Machtkampf, auf die Bank und warf den 20-jährigen Manuel Neuer ins kalte Wasser. Die anschließende Erfolgsserie mit zwölf Spielen ohne Niederlage katapultierte den Traditionsklub nicht nur an die Tabellenspitze und lässt die Fans vom ersten Meistertitel seit 49 Jahren träumen, sondern stärkte auch die Position des Trainers.

Position nach Rost-Abgang gestärkt

Die Kritik an dem Trainerneuling, der in der vergangenen Saison die angestrebte Champions-League-Teilnahme verpasst und zu Saisonbeginn mit dem Leitspruch "Totale Dominanz" auf den Trainingstrikots für Kopfschütteln gesorgt hatte, ließ von Woche zu Woche nach. Mittlerweile ist seine Position auch deshalb gefestigt, weil der interne Machtkampf im Team entschieden und nach dem Presseboykott keine Interna mehr nach außen dringen. Rost, der ein äußerst gespanntes Verhältnis zu Slomka hatte, wechselte in der Winterpause zum Hamburger SV.

Bevor der Coach seine Unterschrift unter den neuen Vertrag setzt, will er noch über die sportlichen Rahmenbedingungen sprechen. "Wir sprechen auch darüber, wie wir die sportliche Perspektive und die Organisation des Verein weiter verbessern können", sagte Slomka. So soll das "Experten-Team", das ihm zur Seite steht, vergrößert werden, "wir wollen uns im Reha- und Fitnessbereich noch besser aufstellen".

© SID

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