Fußball Bundesliga
Schalke setzt bis 2009 auf Slomka

Schalke 04 setzt in der Trainerfrage auf Kontinuität. Der Bundesliga-Spitzenreiter hat den Vertrag mit Mirko Slomka bis 2009 verlängert. "Wir haben noch viel vor", erklärte Mirko Slomka nach der geleisteten Unterschrift.

Die Spatzen hatten es schon seit längerem von den Dächern gepfiffen, nun ist es unter Dach und Fach: Mirko Slomka wird bis 2009 als Trainer des Bundesligisten Schalke 04 fungieren. Der 39-Jährige hat seinen Vertrag beim Spitzenreiter um weitere zwei Jahre verlängert. Das Jahressalär von Slomka wird demnach auf schätzungsweise 1,2 Mill. Euro angehoben.

"Für uns waren bei dieser Entscheidung zwei Aspekte maßgeblich: die bisher geleistete Arbeit von Mirko Slomka und seine Vorstellung davon, wie wir uns nachhaltig an der Spitze der Bundesliga etablieren können", erklärte Manager Andreas Müller auf der vereinseigenen Homepage (www.schalke04.de).

"In der vergangenen Saison war das Erreichen des Uefa-Cup-Halbfinales ein für einen Bundesligisten auf internationaler Ebene in dieser Zeit außergewöhnlicher Erfolg. In dieser Spielzeit ist es Mirko gelungen, die Mannschaft an die Tabellenspitze der Bundesliga zu führen. Damit haben sich unsere vor dem Saisonstart formulierten sportlichen Erwartungen erfüllt, in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können - auch wenn wir jetzt natürlich mehr wollen."

"Seitdem mir der FC Schalke 04 die Möglichkeit eröffnet hat, als Chef-Trainer in der Bundesliga zu arbeiten, war die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, der Lizenzspielerabteilung und dem gesamten Club stets sehr vertrauensvoll. Deswegen freue ich mich, dass ich diese nun in den kommenden beiden Jahren fortsetzen kann. Wir haben noch viel vor", erklärte Mirko Slomka.

Seit Wochen hatte sich die Vollzugsmeldung immer wieder hinausgezögert, da Slomka seinen Kontrakt nicht nach einer Niederlage verlängern wollte. Nach dem 1:1 bei Hannover 96 am vergangenen Wochenende war nun aber der Weg frei.

Signal für den Titelkampf

Die Vertragsverlängerung ist auch als Signal für die restlichen neun Partien im Kampf um den Meistertitel zu verstehen. Nach zuletzt vier Begegnungen ohne Sieg ist der erste Titel seit 1958 wieder mehr als fraglich. Vor dem Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) beträgt der Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen nur noch drei Zähler. Und eine Woche später steht das schwere Gastspiel bei Titelverteidiger Bayern München auf dem Programm.

Dabei hing Slomkas Zukunft als Schalke-Trainer in der Hinrunde lange am seidenen Faden. Nach einem Fehlstart in der Liga sowie dem frühen K.o. in Uefa- und DFB-Pokal schien der Abschied des unerfahrenen Übungsleiters nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Als Anfang November der Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Coach erstmals öffentlich unter Druck setzte, spielte Slomka alles oder nichts - mit Erfolg.

Er verbannte Torhüter Frank Rost, Gegenspieler von Kapitän Marcelo Bordon im internen Machtkampf, auf die Bank und warf den 20-jährigen Manuel Neuer ins kalte Wasser. Die anschließende Erfolgsserie mit 13 Spielen ohne Niederlage, darunter zehn Siege, katapultierte den Traditionsklub nicht nur an die Tabellenspitze sondern stärkte auch die Position des Trainers.

Die Kritik an dem Trainerneuling, der in der vergangenen Saison die angestrebte Champions-League-Teilnahme verpasst und zu Saisonbeginn mit dem Leitspruch "Totale Dominanz" auf den Trainingstrikots für Kopfschütteln gesorgt hatte, ließ von Woche zu Woche nach. Mittlerweile ist seine Position auch deshalb gefestigt, weil der interne Machtkampf im Team entschieden und nach dem Presseboykott keine Interna mehr nach außen dringen. Rost, der ein äußerst gespanntes Verhältnis zu Slomka hatte, wechselte in der Winterpause zum Hamburger SV.

Seit dem 4. Januar 2006 sitzt Slomka auf dem Chefsessel des siebenmaligen Deutschen Meisters. Der gebürtige Hildesheimer trat damals auf Vorschlag von Müller die Nachfolge seines einstigen Chefs Ralf Rangnick an, mit dem er im Oktober 2004 zu Schalke gekommen war. Obwohl das Ziel Champions-League-Qualifikation und auch der Gewinn des Uefa-Cups als Trostpflaster verfehlt wurden, verlängerte der Klub den Kontrakt mit dem zweifachen Familienvater um ein Jahr.

© SID

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