Fußball Bundesliga
Schalke stoppt Werder und wird erster Bayer-Jäger

Der Lauf von Werder Bremen ist gestoppt: Nach 23 Pflichtspielen ohne Niederlage haben die Hanseaten am Samstagabend ausgerechnet daheim im Duell der Top-Verfolger von Tabellenführer Bayer Leverkusen im FC Schalke 04 ihren Meister gefunden.

HB BREMEN. Kevin Kuranyi und der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Jan Moravek haben Werder Bremens Superserie beendet und gleichzeitig Schalke 04 zum ersten Verfolger von Tabellenführer Bayer Leverkusen gemacht. Die Treffer in der 47. Minute und 72. Minute besiegelten einen nicht unverdienten 2:0 (0:0)-Sieg der Gelsenkirchener beim deutschen Pokalsieger, der nach 23 Pflichtspielen erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen und Tabellenplatz zwei an die Schalker abgeben musste. Die Gelsenkirchener haben nun sogar noch am letzten Hinrunden-Spieltag, an dem Sie den FSV Mainz empfangen, während Leverkusen auf Borussia Mönchengladbach trifft, bei nur noch einem Punkt Rückstand auf Bayer, die Chance auf die Herbstmeisterschaft.

Ex-Nationalspieler Kuranyi nutzte kurz nach Wiederbeginn einen Moment der Unaufmerksamkeit in der Bremer Deckung, setzte sich gegen Werder-Torhüter Tim Wiese durch und schoss den Ball anschließend ins leere Tor. Es war der achte Saisontreffer des Torjägers. Für die Entscheidung sorgte Moravek, der Wiese mit einem abgefälschten Schuss überwand. „Wir haben auf unsere Chancen gewartet und sind viel gelaufen“, freute sich Torschütze Kuranyi, der Schalke aber „spielerisch noch weit weg von einer Topmannschaft“ sah.

"Wir haben die Schalker spielen lassen"

"Die Schalker haben sich in den Zweikämpfen besser durchgesetzt. Wir haben das zugelassen, weil wir nicht so dagegengehalten haben, wie es sein muss", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf: "Wir haben die Schalker spielen lassen und sie haben das gut gemacht."

Insbesondere in den ersten 45 Minuten allerdings war das mit Spannung erwartete Verfolgerduell alles andere als eine fußballerische Offenbarung. Beide Mannschaften präsentierten sich in der intensiven Partie mit hohem läuferischen Aufwand, zeigten aber wenig spielerische Höhepunkte, ließen insbesondere beim Zusammenspiel viele Wünsche offen und verdarben sich aussichtsreich scheinende Szenen häufig selbst. Die Begegnung spielte sich vor allem im Mittelfeld ab, wo um jeden Ball verbissen gekämpft wurde. Werder hatte mehr Ballbesitz, versuchte von Beginn an, das Spiel zu bestimmen, konnte sich aber zu selten durchsetzen. Beim Halbzeitgang in die Kabine waren aus dem Publikum verständlicherweise vereinzelte Pfiffe zu hören.

Mit den zuletzt grippekranken Mesut Özil sowie Aaron Hunt und Daniel Jensen im offensiven Mittelfeld gelangen dem SV Werder nur selten gute Zuspiele für die Stürmer Marko Marin und Hugo Almeida, denen zudem die Durchschlagskraft fehlte. Claudio Pizarro, nach sieben Wochen Pause erstmals wieder im Kader, kam nach der Pause, konnte aber wenig ausrichten.

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