Fußball Bundesliga
Schalke tritt in Gladbach an, Bayern empfängt 96er

Der elfte Bundesliga-Spieltag wird heute mit fünf Partien abgeschlossen: München empfängt Hannover, Schalke tritt in Gladbach an, Bielefeld erwartet Hertha BSC, Bochum trifft auf Leverkusen, Frankfurt spielt in Cottbus.

Der elfte Spieltag der Bundesliga wird heute (20.00 Uhr/live bei arena) mit fünf Spielen abgeschlossen. Der FC Schalke 04 tritt dabei bei Borussia Mönchengladbach an. Vor dem Auftritt im Borussia-Park muss Trainer Mirko Slomka weiter seinen Kurs mit der Degradierung von Stamm-Keeper Frank Rost verteidigen. "Ich hatte die Entscheidung Frank Rost am Samstagabend unter vier Augen mitgeteilt. Er hat es akzeptiert und nicht weiter kommentiert", sagte Slomka am Dienstag auf der Pressekonferenz.

Vertrauen für Neuer

Slomka warb um "ein bisschen Vertrauen" für den erst 20 Jahre alten Rost-Ersatz Manuel Neuer. "Ich glaube, viele Fans sehen ihn als einen aus den eigenen Reihen gerne im Tor stehen", sagte Slomka. Manager Andreas Müller setzt dagegen auf eine Trotzreaktion bei Rost: "Frank ist ohnehin ehrgeizig, er wird sich im Training noch mehr reinhängen."

Schalkes Ex-Trainer Jupp Heynckes benötigt unterdessen in Gladbach nach drei Niederlagen in Serie endlich wieder ein Erfolgserlebnis, um die eigenen Fans zu versöhnen. "Ich hoffe, dass die Mannschaft viel Einsatz zeigt und der Funke dann auf die Fans überspringt", sagte Heynckes. Im Abwehrbereich sind die Sorgen durch den Ausfall von Oliver Kirch (Muskelprobleme) noch ein wenig größer geworden. Im Angriff dürfte Nationalspieler Oliver Neuville wieder von Anfang an spielen, nachdem ihn der Trainer zuletzt einem anderen Spielsystem "geopfert" hatte.

Bayern muss gegen Schlusslicht Hannover ran

Meister Bayern München will nach dem Teilerfolg beim 2:2 "auf Schalke" gegen Schlusslicht Hannover nachlegen. "Wir wollen ein klares Ergebnis schaffen, nicht wieder einen 1:0 oder 2: 1-Zittersieg, so dass wir auch unsere Fans zufriedenstellen", sagte Shootingstar Andreas Ottl, der in Schalke sein erstes Saisontor erzielt hatte: "Wir müssen dafür den Gegner frühzeitig unter Druck setzen und einfach Tore machen." Der junge Mittelfeldspieler, vom Klubmagazin unlängst zum Aufsteiger der Saison gekürt, forderte aber auch von sich und seinen Mitspielern: "Wir müssen mal über 90 Minuten eine gute Leistung bringen."

Gegner Hannover, durch die 0:2-Heimpleite gegen den VfL Bochum auf den letzten Platz abgerutscht, will aber trotz großer Personalsorgen (acht Verletzte) mehr als nur Punktelieferant sein. "Wir fahren nicht nach München, um die Niederlage niedrig zu halten, sondern um dort zu punkten", sagte Trainer Dieter Hecking, dessen Team seit sechs Spielen sieglos ist. Warum für die 96er ausgerechnet in München etwas möglich ist, erklärte Hecking so: "Es wird ein schwieriges Spiel für die Bayern, weil jeder einen klaren Heimsieg erwartet. Die Fans wollen gegen den Tabellenletzten ein Fußballfest sehen, und wir sind dafür da, das zu verhindern."

Hertha will auswärts punkten

Eine Serie mit sieben Monaten ohne Auswärtssieg will Hertha BSC Berlin bei Arminia Bielefeld beenden. "Ich will mehr Biss sehen als in den letzten Auswärtsspielen", forderte Manager Dieter Hoeneß. Und Trainer Falko Götz, der weiter auf Spielmacher Yildiray Bastürk verzichten muss, meinte: "Der Knoten muss jetzt platzen. Bielefeld ist keine einfache, aber eine lösbare Aufgabe."

Pikant ist nur, dass die 0:3-Pleite beim letzten Auftritt in Bielefeld am 15. Oktober 2005 den Auftakt eines Negativ-Trends einleitete. Später blieb die Mannschaft in 13 Pflichtspielen ohne Sieg, was Götz fast den Job gekostet hätte. Und für die Arminia läuft es im Moment sehr gut, in den letzten sieben Spielen gab es nur eine Niederlage.

Gut in Schwung ist auch Energie Cottbus, doch für Trainer Petrik Sander ist die Partie gegen Eintracht Frankfurt dennoch "vielleicht schwerer als das in Bremen". "Viele werden jetzt der Meinung sein, wer in Bremen einen Punkt holt, muss Frankfurt zu Hause schlagen", sagte Sander. Eintracht-Präsident Heribert Bruchhagen sorgt sich dagegen ein wenig wegen der Dreifach-Belastung in Meisterschaft, DFB-Pokal und Uefa-Cup, was den Frankfurtern bis Jahresende noch zehn Spiele beschert.

Weiter aufwärts gehen soll es für den VfL Bochum nach dem 2:0 in Hannover. "Ein Befreiungsschlag war das aber noch nicht. Denn nach einem Befreiungsschlag könnte man sich zurücklehnen", meinte VfL-Trainer Marcel Koller. Gegner Bayer Leverkusen steht dagegen weiter unter Zugzwang, nachdem das jüngste 1:1 zu Hause gegen Mainz wieder ein leichter Rückschlag war.

© SID

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