Fußball Bundesliga
Schalke und Gazprom basteln an Millionen-Deal

Sportlich tritt Schalke 04 derzeit auf der Stelle, finanziell könnte der Klub aber vor einem großen Sprung stehen. Der Bundesligist steht offenbar vor dem Abschluss eines Sponsoren-Vertrages mit dem russischen Energie-Riesen Gazprom. Das melden das Westfalen-Blatt, die Rheinische Post, Die Welt online und die Bild-Zeitung. Nach Angaben der Welt sollen die Gespräche mit der in Berlin ansässigen Gazprom-Tochter ZGG so weit gediehen sein, dass in den nächsten Tagen ein Abschluss möglich ist. Gazprom ist das weltweit größte Erdgasunternehmen und wird von Altkanzler Gerhard Schröder beraten.

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll das Volumen des Deals bei einer Laufzeit von fünf Jahren 100 Mill. Euro betragen. Die Schalker würden damit in die gleiche Größenordnung wie der FC Bayern vorstoßen, der von der Deutschen Telekom derzeit ebenfalls rund 20 Mill. Euro pro Jahr erhält. Der Verein machte zu den Berichten keine Angaben. "Der FC Schalke kommentiert keine Spekulationen. Der aktuelle Sachstand ist: Der Sponsoringvertrag zwischen Schalke und der Victoria-Versicherung läuft turnusmäßig zum 30. Juni 2007 aus", hieß es in einer Mitteilung des Klubs.

Schalke und Zenit werden Partner

Zwar stehen die "Königsblauen" und die Versicherung in Gesprächen über eine weitere Partnerschaft, aber dabei scheint es nicht um eine Verlängerung des Trikotsponsoring-Vertrages zu gehen. "Die Verhandlungen sind auf den letzten Metern. Wir werden weiter einen Auftritt bei Schalke 04 haben, der deutlich zeigt, dass wir weiter wichtige Partner auch in der nächsten und übernächsten Saison sein werden", erklärte Victoria-Marketingchef Hans Fabry.

Schalkes Verbindlichkeiten belaufen sich derzeit auf 120 Mill. Euro. Der Uefa-Cup-Sieger von 1997 hat bereits 2003 vom Finanzmakler Stephen Schechter eine Anleihe in einem hohen zweistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen.

Am kommenden Dienstag wird Schalke 04 in Dresden im Rahmen des Staatsbesuches des russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Pressekonferenz geben, auf der eine sportliche Partnerschaft mit dem Erstligisten Zenit St. Petersburg bekanntgegeben wird.

© SID

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