Fußball Bundesliga
Schalke verliert Prozess gegen Tickethändler

Schalke 04 musste eine juristische Niederlage gegen einen Internet-Eintrittskarten-Händler hinnehmen. Schalke hatte Internet-Käufern den Einlass verweigert, geht aber in Berufung.

Bundesligist Schalke 04 hat vor dem Landgericht Essen eine Niederlage gegen einen Internethändler von Eintrittskarten (Seatwave) hinnehmen müssen. Der Klub hatte Fans den Einlass ins Stadion verweigert, weil die Karten im Internet auf dem Ticketmarkt gekauft wurden. Dieses Vorgehen war nicht rechtens.

Das Gericht untersagte Schalke, Eintrittskarten mit der Begründung zu sperren, dass diese über ein Internetportal wie seatwave.de erworben wurden. Dem Verein droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro, wenn er diesem Verbot zuwider handelt. Dem Klub wird zudem untersagt zu behaupten, dass Tickets, die über nicht durch den Verein autorisierte Verkaufsstellen erworben wurden, ihre Gültigkeit verlieren und darf Karten nicht mehr mit entsprechenden Aufdrucken versehen.

Peters: "Nicht im Interesse der Fußballfans"

Schalke wies darauf hin, dass das Urteil nicht rechtskräftig ist. "Wir haben uns mit der Deutschen Fußball Liga abgestimmt und werden in die Berufung gehen, denn es ist möglicherweise ein Musterprozess für die gesamte Bundesliga", sagte Geschäftsführer Peter Peters: "Setzt sich die Auffassung von Seatwave durch, hätte das Auswirkungen auf alle Klubs. Dem Schwarzmarkthandel könnte so Tür und Tor geöffnet werden. Das ist nicht im Interesse der Fußballfans." Die Berufung wird vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt.

Seatwave, nach eigenen Angaben Europas größter Online-Ticketmarkt, war gegen den Klub im Zuge eines einstweiligen Verfügungsverfahrens vorgegangen. Der Klub droht wie viele andere Bundesligavereine, dass Tickets ihre Gültigkeit verlieren, wenn sie über "nicht autorisierte" Internetplattformen verkauft werden.

In einer Pressemitteilung von Seatwave wurden die Anwälte des Unternehmens zitiert: Die Entscheidung setze einen weiteren Meilenstein, um das Verkaufsmonopols der Bundesliga-Vereine zu brechen.

© SID

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