Fußball Bundesliga
Schalke will den Bayern auf den Fersen bleiben

Mit einem Sieg gegen den Karlsruher SC im Spitzenspiel des neunten Bundesliga-Spieltags kann Schalke 04 den Rückstand auf Bayern München, das Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg antritt, zunächst auf einen Punkt verkürzen.

Nach den durchwachsenen Auftritten der sieben deutschen Vertreter auf europäischer Bühne steht am Wochenende wieder der Alltag in der Bundesliga auf dem Programm - grau und langweilig dürfte dieser aber kaum werden. Drei Tage nach dem 2:0-Sieg bei Rosenborg Trondheim in der Champions League empfängt der Tabellenzweite Schalke 04 heute (15.30 Uhr/alle Spiele live bei Premiere) in der Arena den Dritten, das Überraschungsteam von Aufsteiger Karlsruher SC. Nur der Gewinner hält direkten Kontakt zu Tabellenführer Bayern München, der erst am Sonntag (17.00 Uhr) im Duell der erfolgreichen Uefa-Cup-Teilnehmer mit dem 1. FC Nürnberg das 176. Süd-Derby bestreitet.

"Wenn eine Mannschaft aus der 2. Liga kommt und nach acht Spieltagen auf Platz drei steht, muss man vorsichtig sein. Aber wir wollen uns oben festsetzen, dafür müssen wir gegen einen Aufsteiger gewinnen", sagte Schalkes Nationalspieler Gerald Asamoah vor dem zweiten Duell mit den Karlsruhern in dieser Saison. Im Ligapokal hatten die Königsblauen 1:0 gewonnen. Ein Sieg würde den Rückstand auf die Bayern zunächst auf einen Punkt verkürzen.

KSC sieht sich nicht als Bayern-Jäger

Der KSC, nach dem Rekordmeister aus München zweitbestes Auswärtsteam der Liga, will mit der Rolle des Bayern-Jäger nichts zu tun haben. "Bei aller Euphorie muss man die Kirche im Dorf lassen", sagte Trainer Edmund Becker: "Wir sind auf Schalke absoluter Außenseiter und wären mit einem Punkt schon mehr als zufrieden." Linksverteidiger Christian Eichner merkte fast ehrfürchtig an, dass es schon ein Traum sei, in Stadien wie der Arena zu spielen.

Gleich ein gutes Dutzend Klubs sucht derweil einen Ausweg aus dem Alptraum. Der deutsche Meister VfB Stuttgart will nach dem 0:2 gegen den FC Barcelona in der Champions League zumindest in der Liga endlich in die Erfolgsspur zurückkehren. Gegen Hannover 96, so Kapitän Fernando Meira, zählten deswegen "nur drei Punkte".

In Bielefeld gab ausgerechnet "Power-Ernst" Middendorp seinen Schützlingen nach dem 1:8-Debakel bei Werder Bremen eher Zuckerbrot als Peitsche. "Es hilft nicht, wenn ich jeden einzelnen immer wieder auf die Fehler hinweise", meinte der Arminia-Coach, der kein Trainingslager anordnete und sogar die Trainingsumfänge reduzierte.

HSV bleiben nur 43,5 Stunden Zeit zur Erholung

Gegner HSV hat nach seinem 3:1-Sieg im Uefa-Cup gegen Litex Lowetsch genau 43,5 Stunden Erholungszeit bis zum Anpfiff auf der Alm. "Das darf für uns keine Ausrede sein", erklärte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer.

Werder Bremen will nach Aussage von Trainer Thomas Schaaf nach der 1:3-Niederlage in der Champions League gegen Olympiakos Piräus beim viermal in Folge punktlosen MSV Duisburg die Chance ergreifen, "wieder bessere Leistungen zu zeigen". Dabei treffen die Hanseaten am Niederrhein auf ihren ehemaligen Torjäger Ailton, der wohl erstmals für seinen neuen Klub von Beginn an ran darf. "Er hat gut trainiert und ist gegen seinen Ex-Klub hochmotiviert", sagte MSV-Coach Rudi Bommer.

Auch im Berlin-Brandenburg-Derby zwischen Hertha BSC und Energie Cottbus ist die Stimmung auf beiden Seiten schlecht. "Alles andere als ein Sieg gegen Cottbus ist zu wenig. Ich sage ganz offen: Gewinnen wir nicht, fängt es hier an zu stinken", meinte Hertha-Kapitän Arne Friedrich.

Den Lausitzern, abgeschlagener Tabellenletzter und noch immer ohne Sieg und Auswärtstor, fehlt allerdings völlig das Selbstvertrauen. "Im Moment spiegelt der letzte Platz das Potenzial der Mannschaft wider. Sie ist zu brav", sagte der neue Trainer Bojan Prasnikar, der einen Torwartwechsel - Gerhard Tremmel für Tomislav Piplica - in Erwägung zieht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%