Fußball Bundesliga
Schalke will sich gegen den HSV rehabilitieren

Nach dem blamablen Pokal-Aus gegen Frankfurt kämpft Schalke 04 heute beim Hamburger SV um Wiedergutmachung. Unterdessen reist Eintracht Frankfurt ins Bremer Weserstadion, Bayern München tritt in Köln an.

Die Fans von Schalke 04 sind nach dem 0:6 im Pokal mächtig verstimmt. Jedoch bekommen die königsblauen Rekordverlierer nur vier Tage nach dem blamablen Aus in Frankfurt bereits heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) im Spitzenspiel beim Hamburger SV die Chance auf Wiedergutmachung. Eine Niederlage wurde von Rudi Assauer verboten, sonst wären die ambitionierten Ziele noch mehr in Gefahr und der Trainerstuhl von Ralf Rangnick geriete noch bedenklicher ins Wackeln. "Ich erwarte von der Mannschaft eine Trotzreaktion und dass sie es schafft, den Abstand auf den HSV nicht noch größer werden zu lassen", hat der Manager gefordert.

Doll: "Schalke ist eine Spitzenmannschaft"

Auf die Probleme von Schalke schaut HSV-Coach Doll indes nicht. "Schalke ist eine Spitzenmannschaft, ohne Frage", sagte der Trainer des Tabellendritten, der weiter in der Bundesliga auf den gesperrten Rafael van der Vaart verzichten muss. Er hofft deshalb, dass die bislang erfolglosen Stürmer Emile Mpenza, Naohiro Takahara und Benjamin Lauth endlich treffen. Jedem von ihnen hat er deshalb ein eigenes Video mit ihren Torerfolgen zusammengestellt: "Es ist wichtig, dass sie sich an ihre Erfolge erinnern."

So leicht, wie es den Eintracht-Stürmern beim 6:0 gemacht wurde, aber werden es die Hamburger nicht haben. "Wir sind nicht die Schießbude der Liga", erklärte Rangnick, "die Mannschaft brennt darauf, diese Blamage wieder gutzumachen." Die Hamburger Arena ist mit 55 800 Zuschauern zum dritten Mal in Folge ausverkauft, und Doll verspricht: "Wir sind in Spitzenspielen in der Lage, Spitzenleistungen abzurufen. Den Einbruch, den viele erwarten, wird es nicht geben."

Neben Rangnick müssen am elften Bundesligaspieltag auch der Kölner Trainer Uwe Rapolder, Giovanni Trapattoni in Stuttgart und Michael Henke in Kaiserslautern bei weiteren Misserfolgen um ihre Jobs bangen. Und wie lange die Treueschwüre bei anhaltender sportlicher Misere für Norbert Meier (Duisburg) halten, steht ebenfalls in den Sternen. Der MSV empfängt den zuletzt verbesserten VfL Wolfsburg.

Rapolder setzt gegen Bayern auf "deutsche Abwehrarbeit"

Rapolder kehrt nach den sechs Gegentoren in Frankfurt vor dem Heimspiel gegen die "Nachtarbeiter" von Bayern München zu "klassischer deutscher Abwehrarbeit" zurück. Weg mit der löchrigen Viererkette, zwei Manndecker rein und Björn Schlicke als Libero. "Es wird in der Defensive eine klare Aufgabenverteilung geben", kündigte der Coach an, "wir müssen jetzt ein Zeichen setzen und kämpfen."

"Trap" gegen Berlin unter Druck

Unter Druck steht nach dem Pokal-Aus in Rostock und nur einem Heimsieg aus fünf Partien mehr denn je auch Trapattoni beim VfB Stuttgart in der Partie gegen Hertha BSC. Ständige Rotation, ausbleibende Erfolge und deutsch-italienisches Kauderwelsch haben für Verunsicherung bei den Spielern und Frust beim "Allenatore" geführt. Silvio Meißner will dennoch nichts von einem Trainerwechsel wissen: "Wenn wir jetzt schon einen neuen Coach fordern würden, hieße es doch mit Recht, die haben einen Vogel, die sind untrainierbar."

Henke hat neben dem schwachen Abschneiden in der Liga nun auch noch mit seinem "Ossi-Problem" zu kämpfen. Plötzlich ist seine nach dem gewonnenen Machtkampf mit Ciriaco Sforza noch gestärkte Position wieder geschwächt. Er braucht deshalb mit dem FCK einen Heimerfolg gegen Bayer Leverkusen, wo der neue Coach Michael Skibbe im vierten Versuch auf den ersten Sieg hofft. "Wir müssen die guten Leistungen aus den Spielen gegen Stuttgart und Hamburg endlich in einen Sieg umsetzen, um den Negativtrend zu stoppen", sagte Skibbe.

Bayern hat in Köln die letzten fünf Spiele gewonnen. Ein Ausrutscher gegen die angeschlagenen "Geißböcke" scheint also unwahrscheinlich. Dennoch könnte Werder Bremen mit einem Sieg gegen Eintracht Frankfurt wieder die Tabellenspitze übernehmen, wenn München nicht gewinnt. "Man kann ja nicht davon ausgehen, dass Frankfurt immer sechs Tore schießt", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf, der die Hessen dennoch lobte: "Sie haben ein absolutes Hallo-Wach-Zeichen gesetzt und haben hier nichts zu verlieren."

Borussen-Duell in Dortmund

Um den Anschluss an die Spitze geht es im Borussen-Duell im Noch-Westfalenstadion zwischen dem Achten Dortmund und dem Überraschungs-Fünften aus Mönchengladbach.

© SID

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