Fußball Bundesliga
Schalke will sich "oben festsetzen"

Zum Auftakt des achten Bundesliga-Spieltages möchte Vizemeister Schalke 04 gegen Hertha BSC Berlin den dritten Sieg innerhalb einer Woche verbuchen: "Wir haben einen Lauf", sagt Coach Mirko Slomka zuversichtlich.

Nach den jüngsten Erfolgen in der Bundesliga sind das Selbstvertrauen und die Zuversicht bei Vizemeister Schalke 04 zurückgekehrt. "Wir haben einen Lauf. Jetzt wollen wir unsere Erfolgsserie ausbauen und uns oben festsetzen", sagte Trainer Mirko Slomka und forderte von seinem noch ungeschlagenen Team heute Abend gegen Hertha BSC Berlin (20.30 Uhr/live bei Premiere) den dritten Dreier innerhalb einer Woche.

Auch die Spieler haben sich von der Euphorie nach Erfolgen gegen den MSV Duisburg (2:0) und Arminia Bielefeld (3:0) anstecken lassen. So verlangte Nationalstürmer Kevin Kuranyi, die erfolgreiche Woche zu "vergolden". Mittelfeldspieler Zlatan Bajramovic versprach den Fans, man wolle sich an die Fersen von Spitzenreiter Bayern München heften und sich dort "festbeißen".

Keine Veränderungen geplant

Trainer Slomka will sein eingespieltes Team personell nicht verändern und auch das zuletzt erfolgreich praktizierte 4-4-2-System beibehalten: "Wir haben uns gefunden. Ich sehe keinen Grund, etwas zu ändern." Gerald Asamoah ist nach überstandener Kapselverletzung im Zeh am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ob der Nationalspieler gegen Berlin wieder zum Kader gehören wird, entscheidet sich aber erst kurzfristig.

Dagegen steht Gustavo Varela nach sieben Monaten Verletzungspause ausgerechnet gegen Hertha vor einem Comeback im Trikot der Königsblauen. Der Uruguayer hatte sich im letzten Heimspiel gegen die Berliner im Februar schwer am Knie verletzt. "Es war ein schwerer Leidensweg. Ich habe größten Respekt davor, wie er sich zurückgekämpft hat", lobte sein Coach.

Angeschlagene Herthaner wollen Wiedergutmachung

Die Schalker treffen auf einen angeschlagenen Gegner. Das überraschende 1:3 am Dienstag im Heimspiel gegen Aufsteiger Hansa Rostock hat für große Ernüchterung in der Hauptstadt gesorgt, wo schon erste Meisterträume aufgekommen waren. "Das wollen wir auf Schalke wiedergutmachen", sagte Kapitän Arne Friedrich.

Slomka warnte seine Spieler ausdrücklich vor der Offensive der Berliner, die mit dem fünfmaligen Torschützen Marko Pantelic "brandgefährlich" sei. Die Statistik in den direkten Duellen spricht jedoch eine andere Sprache: In fünf der vergangenen sechs Heimpartien gegen den Hauptstadt-Klub blieb Schalke ohne Gegentreffer.

Berlins Abwehr das große Sorgenkind

Das Sorgenkind der Herthaner ist derzeit jedoch die Abwehr mit bereits elf Gegentoren. In die Kritik rückte dabei Torhüter Jaroslav Drobny. "Ich weiß, dass ich nicht gut aussehe, auch wenn es nicht meine Fehler waren", sagte der Tscheche, dem die ehemalige Nummer eins Christian Fiedler im Nacken sitzt. Doch Favre hält (noch) zu Drobny, will gegen Schalke seine seit vier Partien immer gleiche Startelf aber dennoch "auf zwei, drei Positionen" umbauen.

Unterdessen steht der Brasilianer Lucio nach seiner gelben Karte gegen Rostock wegen einer Schwalbe auch beim Trainer unter besonderer Beobachtung. "Ich hasse Schwalben. Solche Sachen bringen nichts", meinte Favre. Lucio hatte bereits gegen Stuttgart durch eine Flugeinlage einen Elfmeter geschunden, bei einem weiteren Versuch droht ihm eine interne Geldstrafe.

© SID

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