Fußball Bundesliga
Schalke zittert nach Wolfsburg-Unentschieden weiter

Trotz eines fulminanten Tors von Leory Sané muss Schalke 04 nach dem 1:1 beim VfL Wolfsburg weiter um die Qualifikation für die Europa League zittern. Kevin De Bruyne hat den VfL vor einem weiteren Rückschlag bewahrt.
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WolfsburgEin Traum-Solo von Leroy Sané hat die Torflaute von Schalke 04 nach 323 Minuten fulminant beendet - dennoch zittern die Königsblauen weiter um die Qualifikation für die Europa League. Nach einem insgesamt etwas glücklichen 1:1 (0:0) beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga beträgt der Vorsprung der Schalker auf den siebten Platz nur noch vier Punkte.

Jungstar Sané (19) schnappte sich in der 53. Minute den Ball und setzte zu einem 70-Meter-Lauf an, den er nach einem Pressschlag an der Strafraumgrenze mit einem Linksschuss zur überraschenden Schalker Führung abschloss. "Leroy hat wieder unter Beweis gestellt, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Das war ein Supertor", sagte Sportvorstand Horst Heldt.

Kevin de Bruyne (78.) gelang für die überlegenen Wolfsburger nur noch der Ausgleich. Der Europa-League-Kater des VfL hält somit weiter an. Drei Tage nach dem 1:4 gegen den SSC Neapel im Viertelfinal-Hinspiel war das Unentschieden für das Team von Trainer Dieter Hecking ein weiterer Rückschlag.

Hecking hatte in der Startaufstellung auf einen "echten" Stürmer verzichtet. Bas Dost saß zunächst auf der Bank, Nicklas Bendtner, Torschütze gegen Neapel, stand nicht mal im Kader. Dafür besetzte Weltmeister André Schürrle die vorderste Position. Insgesamt wechselte der VfL-Coach viermal im Vergleich zum Neapel-Spiel. Sein Gegenüber Roberto Di Matteo bescherte dem erst 19 Jahre alten Innenverteidiger Marvin Friedrich das Startelf-Debüt.

Und die Schalker Abwehr hatte vor 30.000 Zuschauern gleich gut zu tun. Immer wieder versuchten die schnellen Offensivspieler in die Schnittstellen der neu formierten Schalker Innenverteidigung zu stoßen. Zunächst aber ohne Erfolg. Da sich aber auch die Schalker trotz der Torflaute in den letzten Spielen nicht versteckten, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.

Dabei hatten die Schalker auch Glück: Nach einem rüden Einsteigen gegen Vieirinha sah Sead Kolasinac nur die Gelbe Karte. Rot wäre verdient gewesen. Genauso wie ein Wolfsburger Tor noch vor der Pause: Aber je zweimal Perisic und Kevin de Bruyne brachten den Ball nicht im Tor von Ralf Fährmann unter. 

Die Wolfsburger machten zu Beginn der zweiten Halbzeit da weiter, wo sie aufgehört hatten. Knapp 90 Sekunden nach Wiederanpfiff schoss Ricardo Rodriguez aus 25 Metern an die Latte. Wenig später verpasste de Bruyne eine Hereingabe von Schürrle knapp. Die Wolfsburger gingen teilweise fahrlässig mit ihren Chancen um - das rächte sich, als Sané traf.

Wolfsburg machte weiter Druck, doch Fährmann rettete ein ums andere Mal die Führung. Erneut de Bruyne mit einem Freistoß als auch Schürrle scheiterten am starken Schalker Schlussmann, ehe der Belgier doch noch den Ball zum Ausgleich ins Tor schlenzte. 

Beste Wolfsburger waren Maximilian Arnold, de Bruyne und Vieirinha, bei Schalke überzeugten Fährmann und Sané.

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