Fußball Bundesliga
Schalker Vereinsführung stutzt Kuranyi die Flügel

Die Schalker Vereinsführung wehrt sich gegen die Kritik an der Transferpolitik aus den eigenen Reihen. "Das ist nicht seine Baustelle", so Manager Andreas Müller zu den Äußerungen von Kevin Kuranyi.

Gegenwind für Kevin Kuranyi: Die Vereinsführung des deutschen Vizemeisters Schalke 04 hat den Nationalstürmer nach dessen Kritik an der Transferpolitik in die Schranken gewiesen. "Wenn er keine Lust hat, Zweiter zu sein, hätte er daran auf dem Platz etwas ändern können. Wieder werden Neuzugänge wie Jones, Westermann oder Rakitic schlecht gemacht", erklärte der verärgerte Präsident Josef Schnusenberg im Kicker. Der Spieler solle nachdenken, welche Wirkung er mit seinen Aussagen erziele.

Kuranyi hatte sich unzufrieden über die bisherigen Verpflichtungen geäußert. "Wenn sich bei uns nicht noch was tut, stehen wir vor einer verdammt schweren Saison. Ich will endlich Titel holen. Mit den Neuzugängen, die bisher verpflichtet wurden, geht der Verein ein hohes Risiko. Immer nur Platz zwei - darauf habe ich keinen Bock mehr", hatte der Nationalspieler in der Bild-Zeitung gesagt.

"Nicht seine Baustelle"

Am Montag folgte die Retourkutsche der Klub-Bosse. "Die Einkaufspolitik ist nicht seine Baustelle. Er soll seine Meinung hinter verschlossenen Türen äußern", meinte Manager Andreas Müller: "Wir haben bereits eine starke Mannschaft. Wir lassen uns nicht verrückt machen."

Kuranyis Vorwurf, die abgegebenen Spieler Lincoln und Hamit Altintop seien nicht adäquat ersetzt worden, ließ Schnusenberg aus der Haut fahren. "Lincoln hat seine Qualität sechsmal im Jahr gezeigt. Hamit hat im letzten Saisondrittel sein Können gezeigt - davor dreieinhalb Jahre nicht. Wir haben keine Weltklassespieler verloren."

© SID

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