Fußball Bundesliga
Schicksalsspiel in der Lausitz

Zum Auftakt des zehnten Bundesliga-Spieltages geht es für Energie Cottbus und den MSV Duisburg um den Ausweg aus dem Keller. Der Verlierer bleibt am Tabellenende kleben, dem Sieger winkt das Ende der Durststrecke.

Schon am zehnten Spieltag steht das erste Schicksalsspiel der noch jungen Bundesliga-Saison an. Am heutigen Freitag (20.30 Uhr/live bei Premiere) zählen für Energie Cottbus und den MSV Duisburg im Kellerduell jeweils nur drei Punkte. Der Verlierer bleibt am Tabellenende kleben, der Sieger beendet seine Durststrecke. Denn Cottbus wartet seit einem halben Jahr auf einen Dreier, Duisburgs Niederlagenserie hält seit fünf Partien an. Ein Sieg ist für beide Mannschaften Pflicht, entsprechend kämpferisch sind die Töne vor dem richtungweisenden Spiel.

"Es geht ums Überleben"

"Für uns geht es ums Überleben in der Bundesliga", sagte Duisburgs Kapitän Ivica Grlic. Trainer Rudi Bommer demonstriert darum ein Selbstbewusstsein, als würde es die Talfahrt seines Teams nicht geben: "Wenn wir konzentriert auftreten und mannschaftlich geschlossen spielen, dann werden wir auch die drei Punkte mit nach Duisburg nehmen."

Der Brasilianer Roque Junior wird dabei jedoch nicht mithelfen können. Ein Einsatz des am Mittwoch verpflichteten Weltmeisters von 2002, der nach seinem Abschied von Bayer Leverkusen im Sommer vereinslos war, käme für den Coach zu früh: "Fußball spielen kann er, aber er braucht die körperliche Fitness. Die muss er sich erst im Training holen."

Dabei würde Bommer jeden zusätzlichen gestandenen Abwehrspieler mit Kusshand nehmen. Neben den verletzten Fernando und Iulian Filipescu sowie dem gesperrten Pablo Caceres fällt auch der in der Not zum Außenverteidiger umgeschulte Tobias Willi (Leistenprobleme) aus. Bommer lässt dies jedoch nicht als Ausrede gelten: "In so einer Situation muss man den Kopf hochnehmen und Zeichen setzen."

Prasnikar fordert ein Signal

Ein deutliches Signal von seiner Mannschaft fordert auch Energie-Trainer Bojan Prasnikar. "Es ist ein richtiges Abstiegsspiel. Die Ausgangslage ist für beide gleich. Wir brauchen einen Sieg", sagte der Slowene. Bei einem Erfolg würde Energie die rote Laterne des Tabellenletzten abgeben. "Das wäre psychologisch sehr wichtig für uns", meinte Kapitän Timo Rost.

Während der Länderspielpause zog der neue Coach Prasnikar ein hartes Trainingsprogramm durch, damit die torärmste Mannschaft der Liga (fünf Treffer) ihr Offensivspiel verbessert. Um sich ein genaues Bild über den Zustand der Nationalspieler zu machen, die erst am Donnerstagabend in Cottbus eintrafen, hat Prasnikar sogar am Spieltag ein Vormittagstraining angesetzt.

Derweil intensiviert Manager Steffen Heidrich die Suche nach Verstärkungen zur Winterpause. So ist Energie daran interessiert, den früheren Erfolgs-Stürmer Sergiu Radu auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg in die Lausitz zurückzuholen. Prasnikar hält sich zu den Spekulationen bedeckt: "Ist Radu da? Nein. Ich beschäftige mich mit den Spielern, die mir zur Verfügung stehen."

© SID

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