Fußball Bundesliga
Schneider bringt Bayer auf Uefa-Cup-Kurs

Bayer Leverkusen hat den 1. FC Nürnberg im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze überholt. Nationalspieler Bernd Schneider schoss die Leverkusener mit einem Doppelpack zu einem 2:0 (1:0)-Sieg am 30. Spieltag über den "Club".

Nationalspieler Bernd Schneider hat Bayer Leverkusen zurück auf einen Uefa-Cup-Platz geschossen und dem 1. FC Nürnberg vier Tage nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Finale einen Dämpfer verpasst. Der Mittelfeldstar avancierte beim 2:0 (1:0)-Erfolg der Werkself über den Club mit zwei Treffern (19. und 59.) zum Matchwinner und sorgte damit für den ersten Leverkusener Sieg nach zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie. Mit nun 45 Punkten zog Bayer an Nürnberg (44) wieder vorbei.

Schneider spielt groß auf

Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Bayarena machte Schneider nicht nur wegen seiner beiden Tore den Unterschied aus. Der Nationalspieler, der beim 1:2 am vergangenen Sonntag bei Bayern München seine Gelbsperre absitzen musste, war nahezu an allen guten Aktionen der Leverkusener beteiligt und hatte damit entscheidenden Anteil am ersten Heimsieg der Rheinländer über die Franken seit dem 8. Dezember 2001 (4:2). Der Club musste dagegen vier Tage nach dem 4:0-Triumph im Pokalhalbfinale über Eintracht Frankfurt den Anstrengungen Tribut zollen, einige Spieler steckten die 90 Minuten am vergangenen Dienstag offenbar noch in den Knochen.

Die Nürnberger konzentrierten sich daher von Beginn an auf die Defensive und überließen den Gastgebern die Initiative. Mit der ersten Torchance sprang dabei auch gleich die Führung für den Uefa-Cup-Viertelfinalisten heraus. Nach einem Zuspiel von Andrej Woronin ließ Schneider den Nürnberger Verteidiger Glauber stehen und FCN-Keeper Raphael Schäfer keine Chance. Nur fünf Minuten später hatte der Ex-Nürnberger Stefan Kießling sogar die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Doch der Stürmer traf nach einem Zuspiel von Schneider den Ball nicht richtig.

Kießling kann Chance nicht nutzen

Kießling hatte ohnehin nicht seinen besten Tag. Auch im zweiten Durchgang vergab der Nationalspieler eine Großchance kläglich, als er aus kurzer Entfernung den Ball neben das Tor setzte (57.). Kießling hatte dabei von Trainer Michael Skibbe den Vorzug vor Sergej Barbarez erhalten. Der Bosnier fand sich nach zuletzt schwachen Leistungen erstmals in dieser Saison zu Beginn auf der Ersatzbank wieder.

Glänzend aufgelegt war dagegen Schneider, der beim 2:0 einen Fehler des Nürnbergers Andreas Wolf eiskalt ausnutzte und erneut Schäfer keine Chance ließ. Die Nürnberger hatten dagegen ihre beste Phase Ende der ersten Halbzeit. Erst setzte Chhunly Pagenburg einen Schuss aus halbrechter Position neben das Tor (36.), dann verfehlte Wolf per Kopf nur knapp das Ziel (42.).

© SID

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