Fußball Bundesliga
Schwächelnder HSV zumindest wirtschaftlich top

Bundesligist Hamburger SV wird trotz der sportlichen Talfahrt ein positives Geschäftsjahr 2006/2 007 verzeichnen. Der Gewinn soll laut eines Medienberichts rund zehn Mill. Euro betragen.

Der Hamburger SV wird das laufende Geschäftsjahr 2006/2 007 mit einem Rekordumsatz abschließen. Trotz des sportlichen Misserfolges hat der Bundesligist dank der Teilnahme an der Champions League sowie den Transfers von Daniel van Buyten zu Bayern München und Khalid Boulahrouz zum FC Chelsea die Erträge deutlich erhöht. Laut eines Berichts des Hamburger Abendblatts stiegen die Einnahmen von 103,9 im Vorjahr auf 135 Mill. Euro.

Das laufende Geschäftsjahr wird der Verein voraussichtlich mit einem bilanziellen Gewinn von etwa zehn Mill. Euro abschließen und konnte deshalb im Winter in die Transfers von Torwart Frank Rost und Stürmer Ivica Olic rund drei Mill. Euro investieren.

Das "negative Eigenkapital" in der Konzernbilanz konnte um die Hälfte auf zehn Mill. Euro reduziert werden. Demgegenüber steht ein positives Eigenkapital von 15 Mill. Euro beim HSV e.V.. Der HSV hat mit Ausnahme des Kredits für das vereinseigene Stadion und für Umbaumaßnahmen dort keinerlei Bankschulden.

Die Finanzplanungen für die neue Bundesligasaison, die der Deutschen Fußball Liga (DFL) bis 15. März vorzulegen sind, sehen dennoch einen um 30 Prozent reduzierten Etat von 95 Mill. Euro vor. Die Ausgaben für Spielergehälter werden demnach um sechs Mill. Euro auf 28 Mill. sinken.

Der gleichzeitig erarbeitete Finanzplan für die 2. Liga sieht einen Gesamtetat von 65 Mill. Euro vor, die Personalausgaben würden auf 20 Mill. reduziert. Die Spielerträge würden in der 2. Liga mit nur 20 Mill. statt 44 Mill. Euro veranschlagt. Der Klub geht dabei von einem Zuschauerschnitt von 35 000 Fans pro Spiel statt 53 000 aus.

© SID

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