Fußball Bundesliga
"Schwarz-Gelbe" müssen an der Alster ran

Im Topspiel des 27. Spieltags der Bundesliga empfängt der Tabellenzweite Hamburger SV heute Borussia Dortmund. Derweil kämpfen der 1. FC Köln (gegen Frankfurt) und der MSV Duisburg (gegen Bayern) gegen den Abstieg.

Der Hamburger SV kann am 27. Spieltag der Bundesliga die Konkurrenten um die begehrten Champions-League-Plätze weiter in Schach halten. Der Tabellenzweite trifft heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) auf Borussia Dortmund. "Wir können einen wichtigen Schritt zu unseren Zielen machen", sagte Trainer Thomas Doll vor der Partie. Die Ziele sind genau genommen nur ein Ziel. Der zweite Platz soll es sein, bei fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger FC Schalke 04 und sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayern München ein realistisches Vorhaben. "Schon beim Gedanken an die Champions League bekomme ich eine Gänsehaut, das wäre für uns was ganz Großes", schwärmt Doll.

Ansonsten könnte das Wochenende der Vorentscheidungen in der Bundesliga werden. Der Tabellenletzte 1. FC Köln und der Vorletzte MSV Duisburg wollen den Glauben an den Klassenverbleib aufrecht erhalten. Werder Bremen muss im Nordduell gegen Hannover 96 siegen, um die Champions-League-Plätze nicht aus den Augen zu verlieren. Zudem will Bayern einen weiteren großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen.

Hoffen und Bangen in Köln

Besonders ernst ist die Situation in Köln vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt. "Mit einem Sieg ist noch etwas möglich", glaubt FC-Coach Hanspeter Latour. Zusätzliche Brisanz erhält die Partie durch die Rückkehr von Trainer Friedhelm Funkel an seine alte Wirkungsstätte sowie durch das Aufeinandertreffen des Kölners Alpay und des Frankfurters Benjamin Huggel, die maßgeblichen Anteil an den skandalösen Vorfällen nach dem WM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und der Schweiz hatten.

Sportlich ähnlich prekär sieht es beim Vorletzten Duisburg vor dem Gastspiel des Rekordmeisters München aus. "Wenn wir noch eine Chance haben wollen, müssen wir gewinnen", sagt Trainer Jürgen Kohler. In seiner Logik ein durchaus aussichtsreiches Unterfangen, denn "das ist das leichteste Spiel der Saison". Wohl auf gleich sechs Positionen wird der Weltmeister von 1990 seine Mannschaft im Vergleich zur 2:5-Pleite in Frankfurt ändern.

Bremen muss gegen Hannover punkten

Für Werder Bremen steht das kleine Nord-Derby gegen Hannover 96 an. Nach drei Niederlagen und dem Abrutschen auf den vierten Tabellenplatz ist die Partie für die Mannschaft von Thomas Schaaf jedoch zu einem Krisen-Derby verkommen. "Wir haben keine Krise", sagt der Trainer zwar, doch die jüngste Kritik von Sportdirektor Klaus Allofs hat sich zu einer ernsthaften Verstimmung ausgewachsen. Daniel Jensen und Jurica Vranjes wehrten sich öffentlich, Allofs bezeichnete das als "alberne Reaktion".

Für 96-Coach Peter Neururer geht es derweil darum, "mit einer guten Leistung unsere nächsten Heimspiele zu Endspielen um den Uefa-Cup zu machen". Und ganz nebenbei würde er seine Bilanz gerne aufbessern. Bislang verlor er als Bundesliga-Trainer in Bremen gegen Werder immer, der einzige Punktgewinn resultierte aus einem 0:0 am 6. Oktober 1990 mit dem damaligen Zweitligisten Schalke 04 - allerdings gegen den VfB Oldenburg, der sein Heimspiel ins Weserstadion verlegt hatte.

Wolfsburg tritt Auf Schalke an

Der VfL Wolfsburg könnte derweil dem HSV im Gastspiel beim Rückrunden-Besten Schalke helfen, doch die Statistik macht weder der Mannschaft von Klaus Augenthaler noch der von Doll Hoffnung. Der VfL stellt das zweitschlechteste Auswärtsteam und hat den schwächsten Sturm der Liga, "Auge" weist die schlechteste Startbilanz aller Bundesliga-Coaches des VfL vor. Zudem fällt Diego Klimowicz (Adduktoren) aus, Mike Hanke ist angeschlagen und fraglich.

"Statistiken sind dazu da, um umgeworfen zu werfen", hat Doll in Bezug auf seinen HSV gesagt, damit aber auch Augenthaler Mut zugesprochen, der Fortschritte bei seiner Elf ausgemacht hat und "auf Schalke punkten" will. Und selbst, wenn das trotz nur noch drei Zählern Abstand auf einen Abstiegsplatz nicht glücken sollte, "geht die Welt nicht unter", versichert Wolfsburgs Manager Klaus Fuchs und verspricht bei einer Niederlage gar Revolutionäres: "Dann beginnt am Montag die Saison neu."

Nichts dagegen hätten vielleicht auch mögliche Verlierer der Spiele VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen, Mainz 05 gegen Hertha BSC sowie der Sonntagsduelle 1. FC Kaiserslautern gegen Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld gegen den 1. FC Nürnberg. Zumindest in Leverkusen hat man bereits zwei Vorentscheidungen erkannt. "Köln hofft ja auch noch auf den Klassenerhalt", sagte Trainer Michael Skibbe, als er auf Bayers Zielsetzung Uefa-Cup angesprochen wurde.

© SID

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