Fußball Bundesliga
"Schwarzer Sonntag" für Lehmann perfekt

Ein Unglück kommt für Jens Lehmann selten allein: Neben der Roten Karte handelte sich der VfB-Torwart in Mainz einen Gelenkkapseleinriss und einen Bluterguss im linken Knie ein.

Für Jens Lehmann vom Bundesligisten VfB Stuttgart hat sein unrühmlicher Auftritt im Spiel beim FSV Mainz 05 (1:1) ein Nachspiel. Der 40-Jährige muss nicht nur wegen seiner Roten Karte pausieren, sondern wird wegen eines Gelenkkapseleinrisses und eines Blutergusses im linken Knie in den kommenden Tagen nicht am Mannschaftstraining teilnehmen können. Das teilten die Schwaben am Montag mit. Lehmann werde sich auf Rehabilitationsmaßnahmen beschränken, hieß es weiter.

DFB-Kontrollausschuss ermittelt

Für das abschließende Hinrundenspiel am Samstag gegen 1 899 Hoffenheim hätte Lehmann aufgrund seiner Rot-Sperre ohnehin nicht zur Verfügung gestanden. Wegen des Platzverweises hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Rechtsanwalt Christoph Schickhardt wird die Interessen von Lehmann vertreten.

Unterdessen kündigte VfB-Manager Horst Heldt eine "interne" Aufarbeitung der Ereignisse von Sonntagabend an. Trainer Christian Gross hatte bereits am Montag ein längeres Gespräch mit Lehmann geführt. "Ich bin überzeugt, dass Jens nach der Vorbereitung hoch motiviert in die Rückrunde starten wird und alles für einen tollen Abschluss seiner Karriere im Sommer 2010 tun wird", sagte der Schweizer.

Lehmann verschuldet Ausgleich

Lehmann hatte im Spiel der Schwaben am Sonntag beim FSV Mainz 05 (1:1) Aristide Bance in der 87. Minute absichtlich auf den Fuß getreten und war daraufhin des Feldes verwiesen worden. Den Elfmeter hatte Eugen Polanski zum Endstand verwandelt. Lehmann war nach seinem Fehltritt auf dem Platz auch gegenüber einem Fan handgreiflich geworden. Dem VfB-Anhänger riss der 40-Jährige vor dem Stadion die Brille von der Nase.

Zuletzt hatte Lehmann sich geweigert, eine Strafe in Höhe von angeblich 40 000 Euro zu zahlen, nachdem er im Zusammenhang mit der Entlassung von Trainer Markus Babbel den VfB-Vorstand kritisiert hatte.

© SID

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