Fußball Bundesliga
Schweinsteiger bleibt Münchner

Bastian Schweinsteiger hat seinen Vertrag beim FC Bayern München verlängert. Der Nationalspieler einigte sich mit dem Rekordmeister auf eine neue Laufzeit bis zum 30. Juni 2012.

Mehrere Spitzenklubs in Europa sollen an ihm interessiert gewesen sein, nun haben Bayern München und Bastian Schweinsteiger dem Werben ein Ende bereitet und Fakten geschaffen. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (sid) hat sich der deutsche Rekordmeister unlängst mit dem Nationalspieler auf eine Verlängerung seines am 30. Juni 2009 auslaufenden Vertrages bis 2012 geeinigt. Der Bayern-Kader für die Saison 2009/10 nimmt damit immer mehr Form an.

Manager Uli Hoeneß hatte zuletzt ein "vernünftiges Angebot", das deutlich über Schweinsteigers bisherigen Bezügen von rund drei Mill. Euro jährlich liegen dürfte, angekündigt. Das hat der heimatverbundene Mittelfeldspieler, der seit 1998 dem Verein angehört und mit den Profis jeweils viermal deutscher Meister und DFB-Pokalsieger wurde, nach sid-Informationen angenommen.

Durch die Verlängerung mit dem 24-Jährigen, der zuletzt vor allem mit Juventus Turin, Inter Mailand und Real Madrid in Verbindung gebracht worden war, hat sich ein weiterer wichtiger Baustein ins Personal-Mosaik für die kommende Saison gefügt. Denn spektakuläre und sehr teure Neuverpflichtungen sind angesichts der Wirtschaftskrise nicht geplant.

Keine großen Investitionen

Man habe sich entschlossen "umzudenken und von großen Investitionen erstmal abzusehen", erklärte Hoeneß jüngst in der Süddeutschen Zeitung und begründete die Sparmaßnahmen mit seinen großen Sorgen um die Zukunft: "Ich sehe das, was auf uns alle zukommt, sehr dramatisch."

Deshalb schließt Hoeneß aus wirtschaftlicher Sicht "einen so kostenintensiven Transfer" wie den des Nationalstürmers Mario Gomez vom VfB Stuttgart "nahezu aus". Der Manager kündigte angesichts der weltweiten Finanzkrise vielmehr ein Sparprogramm an, da es so aussehe, "dass sich die Krise auch bei uns bemerkbar machen würde".

Statt Großinvestitionen zu tätigen soll die bestehende Mannschaft weitgehend zusammengehalten und mit punktuellen Verstärkungen von Trainer Jürgen Klinsmann Richtung Champions-League-Titel geformt werden. Mit dem Niederländer Mark van Bommel soll noch in dieser Woche gesprochen werden, in der die Bayern nach dem letzten Gruppenspiel in der "Königsklasse" bei Olympique Lyon auch noch am Samstag in Stuttgart beim Süd-Gipfel um die Herbstmeisterschaft kämpfen.

Ze Roberto soll bleiben

Zudem hoffen die Münchner auf einen Verbleib des Brasilianers Ze Roberto. Wie bei den beiden defensiven Mittelfeldspielern van Bommel und Ze Roberto läuft auch der Vertrag von Rechtsverteidiger Massimo Oddo am Saisonende aus. Ob der Italiener ein Folgeangebot erhält, ist noch offen. Genauso wie die Zukunft von Willy Sagnol, der zwar noch bis 2010 unter Vertrag steht, wegen anhaltender Verletzungssorgen aber sogar das Karriereende befürchten muss.

Mittelfristig soll auch mit Superstar Franck Ribery über eine Verlängerung seines 2011 auslaufenden Vertrags gesprochen werden. Die Bayern-Spitze, die sich zuletzt mit dem Franzosen und seiner Frau zum Essen traf, würde den Mittelfeld-Genius am liebsten bis zu seinem Karriereende binden.

Olic und Timoschtschuk sollen kommen

Neu hinzukommen sollen der ablösefreie Ivica Olic vom Liga-Konkurrenten Hamburger SV und möglicherweise auch Anatolij Timoschtschuk von Zenit St. Petersburg. Die Bayern haben bereits ihr Interesse an dem Stürmer sowie defensiven Mittelfeldstrategen bestätigt. Zudem wird US-Stürmer Landon Donovan mit den Bayern ins Wintertrainingslager nach Dubai fliegen und mindestens bis Ende März, möglichst aber bis Saisonende von Los Angeles Galaxy ausgeliehen. Möglicherweise kehrt zudem Innenverteidiger Mats Hummels, der an Borussia Dortmund ausgeliehen ist, im Sommer zurück.

Immerhin wird auf der Habenseite ein zweistelliger Millionen-Betrag für Lukas Podolski erwartet. Als nahezu gesichert gilt, dass der in München unzufriedene Nationalstürmer den Meister im Sommer verlässt. Ob er dann allerdings zurück nach Köln geht, ist ungewiss. Ein zuletzt abgegebenes Angebot des 1. FC hatte Hoeneß als "unsäglich" bezeichnet.

© SID

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