Fußball Bundesliga
Schwere Hürden für Werder und den HSV

Bei der Jagd auf Spitzenreiter Bayern München muss Werder Bremen heute (15.30 Uhr) mit großen Personalsorgen bei Schalke 04 antreten. Der Hamburger SV reist zu Bayer Leverkusen, während Bayern den FSV Mainz 05 empfängt.

Bayern München könnte bereits vier Spiele vor der Winterpause eine Vorentscheidung im Kampf um die Herbstmeisterschaft herbeiführen und sich weiter von den Verfolgern Werder Bremen und Hamburger SV absetzen. Die Vorzeichen für den deutschen Meister könnten vor dem 14. Spieltag der Bundesliga nicht besser sein.

Die Bayern stehen gegen Mainz 05 vor einer vermeintlich leichten Heimaufgabe und haben durch den 4:0-Erfolg in der Champions League gegen Rapid Wien und den damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale noch mehr Selbstvertrauen getankt. Die Verfolger Werder Bremen (fünf Punkte zurück) und Hamburger SV (sechs) sind nach ihren mäßigen internationalen Auftritten dagegen psychisch und physisch angeschlagen und haben bei Schalke 04 bzw. Bayer Leverkusen schwere Auswärtsaufgaben vor sich.

Entsprechend wittert der FC Bayern "die große Chance, dem Ziel Herbstmeisterschaft ganz nahe zu kommen. Der FC Bayern muss parat stehen, wenn die vielleicht Punkte verlieren", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor der Partie heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Mainz.

Bremen auf Schalke ohne "K+K"-Sturm

Auch wenn die Münchner erneut auf den angeschlagenen Michael Ballack (Oberschenkelverletzung) verzichten müssen und Trainer Felix Magath "Respekt vor dem Spiel" hat, wäre alles andere als eine Fortsetzung der beeindruckenden Siegesserie des Rekordmeisters in der Allianz-Arena (neun Pflichtspiele, neun Siege, 23:2 Tore) eine Sensation.

Während die Münchner mit breiter Brust in den Endspurt des Jahres gehen, lecken die Bremer nach dem 1:3 in Barcelona vor dem Schlager auf Schalke ihre Wunden. Vor allem der verletzungsbedingte Ausfall von Miroslav Klose (Jochbeinbruch), mit 14 Treffern derzeit treffsicherster Schütze in der Bundesliga, schmerzt die Bremer sehr - zumal auch dessen Sturmpartner Ivan Klasnic (Blinddarm-Operation) weiter fehlt.

"Der Ausfall von Miro verringert unsere Möglichkeiten noch weiter", erklärte Trainer Thomas Schaaf, der aber nicht von seiner offensiven Ausrichtung abweichen will: "Wir wollen auch mit dieser Mannschaft unsere Tabellensituation bis zur Winterpause weiter verbessern und weiter nach vorne spielen."

Rangnick sieht ein "ganz wichtiges Spiel"

Auf Schalke sollen die Jung-Profis Aaron Hunt und Nelson Valdez den "K+K"-Sturm Klose/Klasnic ersetzen. "Der K+K-Sturm ist k.o. gegangen, jetzt müssen wir zeigen, dass wir der Mannschaft helfen können. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen", sagte Valdez, der aber wegen einer Prellung am Oberschenkel und am Fuß selbst angeschlagen ist.

Schalke will mit einem Sieg seine Chancen auf einen Champions-League-Platz wahren. "Wir brauchen die drei Punkte, dann sähe es wieder ein wenig besser aus", meinte Manager Rudi Assauer. Und auch Trainer Ralf Rangnick sprach von einem "ganz wichtigen Spiel für uns".

Gleiches gilt 42 Stunden nach der Enttäuschung im Uefa-Cup (0:2 in Monaco) auch für den Hamburger SV in Leverkusen. "So eine Leistung wird es in Leverkusen auf keinen Fall mehr geben", versprach Trainer Thomas Doll. Auch Kapitän Daniel van Buyten ist überzeugt, dass der HSV in der Bundesliga weiter seinen Weg machen wird.

Wolf kämpft in Kaiserslautern gegen die "Gegentor-Flut"

Allerdings sieht Bayer-Trainer Michael Skibbe für sein Team durchaus einen "großen Vorteil, dass wir die ausgeruhtere Mannschaft haben". Deshalb fordert Skibbe seine Profis auf, "90 Minuten das Tempo hoch zu halten".

Eine ganz andere Zielsetzung verfolgt dagegen Wolfgang Wolf bei seinem ersten Spiel als Trainer des 1. FC Kaiserslautern. In Hannover geht es für den Tabellenletzten angesichts der mit Abstand schlechtesten Hintermannschaft (33 Gegentore) erst einmal darum, "hinten dicht zu machen. Wir müssen die Gegentorflut eindämmen", sagte Wolf, der in seiner ersten Woche eine Mannschaft vorgefunden hat, "die zwar fit ist, sie hat aber Angst und ist blockiert". Dies wiederum will Peter Neururer bei seinem Heimdebüt in Hannover ausnutzen: "Wir sind absolut in der Pflicht, zu gewinnen. Für uns ist das ein wahnsinnig wichtiges Spiel."

Der 1. FC Nürnberg will gegen Borussia Dortmund seinen kleinen Aufwärtstrend nach dem Sieg in Lautern im zweiten Spiel unter dem neuen Coach Hans Meyer fortsetzen. Ihre Negativserien wollen indes im direkten Duell der MSV Duisburg und der 1. FC Köln beenden.

© SID

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