Fußball Bundesliga
Seifert: "Wir sind nicht erpressbar"

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Taktik des Pay-TV-Senders Premiere beim Werben um die TV-Rechte kritisiert. "Die Finanzplanungen mussten Anlass zur Vorsicht geben", so Seifert.

Der Geschäftsführer der DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh, Christian Seifert, hat gut drei Wochen nach der Vergabe der TV-Rechte an die Sportrechteagentur Arena deutliche Worte in Richtung Premiere gefunden. "Die Ansage dort war: Entweder die Liga macht, was wir wollen, oder wir zahlen weniger. Ich dagegen habe dafür plädiert, dass wir unser Spiel spielen und uns die Taktik nicht von jemand anders diktieren lassen. Wir sind nicht erpressbar, wir werden immer eine Antwort haben", sagte Seifert im Interview mit der Welt am Sonntag.

Seifert sah "Anlass zur Vorsicht"

Die DFL hatte den Zuschlag für die TV-Rechte mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2009 an Arena vergeben und bekommt pro Saison dafür rund 240 Mill. Euro. Man habe bei der Entscheidung auch die Lehren aus der einstigen Pleite von Medienmogul Leo Kirch gezogen, sagte Seifert: "Die Finanzplanungen von Premiere mussten Anlass zur Vorsicht geben, weil sie darauf fußten, dass durch mehr Exklusivität auch mehr Abonnenten gewonnen werden. Was aber, wenn diese Wette auf die Zukunft nicht aufgeht?"

Bei der Suche nach einem Namens-Sponsor für die Bundesliga rechnet Seifert im Frühjahr mit einer Entscheidung. "Wenn es klappt, werden wir rechtzeitig vor der neuen Saison, das heißt im März oder April, mit einem Partner abschließen", sagte der DFL-Boss. Der Vertrag soll ab der Saison 2006/2 007 für drei Jahre laufen. Man sei "in guten Gesprächen mit einer begrenzten Auswahl von drei, vier Unternehmen". Als Favorit gilt die Deutsche Bahn.

© SID

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