Fußball Bundesliga
Sigurdsson sichert 1899 einen Last-Minute-Punkt

Mit einer enormen Leistungssteigerung hat sich Hoffenheim am 14. Spieltag ein 2:2 (1:2) gegen Bayer Leverkusen erkämpft. Joker der Kraichgauer war Gylfi Sigurdsson.

Joker Gylfi Sigurdsson hat 1 899 Hoffenheim in letzter Sekunde vor einer Niederlage im Topspiel gegen Bayer Leverkusen bewahrt. Der Isländer erzielte in der Nachspielzeit (90.+4) per Foulelfmeter den 2:2 (1:2)-Endstand und nahm der Werkself noch den schon sicher geglaubten Dreier. Bayer, das auf Platz drei nur noch einen Punkt Vorsprung auf Hannover 96 hat, hatte durch Sidney Sam (8.) und Arturo Vidal (10., Foulelfmeter) bereits mit 2:0 geführt. Sejad Salihovic (38.) erzielte schon vor der Pause den Anschlusstreffer.

Damit gelang dem Bayer-Team, das die letzte Auswärtspleite am 17. April 2010 (1:2 beim VfB Stuttgart) kassierte, nur eine durchwachsene Generalprobe für das Europa-League-Gruppenspiel am Mittwoch bei Rosenborg Trondheim. Die Gäste erwischten in einem von Beginn an temporeichen und von beiden Seiten offensiv geführten Spiel vor 29 250 Zuschauern einen Auftakt nach Maß. Nach einer feinen Einzelleistung schlenzte Mittelfeldspieler Sam den Ball aus rund 18 Metern ins Tor und bejubelte sein fünftes Saisontor. Nur zwei Minuten später gab Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) nach einem Foul von Boris Vukcevic gegen Bayer-Spielmacher Renato Augusto an der Strafraumgrenze zu Recht Elfmeter. Der Chilene Vidal verwandelte den Strafstoß sicher.

Ibisevic vergibt

Hoffenheim brauchte nach dem frühen Schock einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Der agile Vedad Ibisevic, der am vergangenen Wochenende mit zwei Treffern Matchwinner im Spiel bei Eintracht Frankfurt (4:0) gewesen war, vergab aber zweimal aus aussichtsreicher Position (21./25.).

Beim Anschlusstreffer profitierten die Kraichgauer dann von der Schlafmützigkeit der Bayer-Abwehr. Ein Freistoß von Salihovic nur wenige Meter von der Seitenauslinie flog an Freund und Feind vorbei ins Leverkusener Tor (38.). Beim Schuss von der rechten Seite ins lange Eck sah Nationaltorhüter Rene Adler nicht gut aus.

Bei den Rheinländern stand Patrick Helmes erneut nicht in der Startelf. Der Nationalstürmer hatte sich zuletzt über seine Nichteinwechslung im Spiel gegen Bayern München (1:1) beschwert und war danach zum Rapport bestellt worden.

Elfmeter durch Foul von Castro

Der offene Schlagabtausch auf gutem Niveau setzte sich auch nach dem Wechsel fort. Hoffenheim drängte auf den Ausgleich, doch Ibisevic konnte den glänzend parierenden Adler aus fünf Metern nicht überwinden (50.). In der Folge strich ein Fernschuss des eingewechselten 1 899-Angreifers Demba Ba (64.) nur knapp über das Tor. Leverkusen suchte seine Chancen dagegen nur noch in Kontern. Der Ausgleich fiel nach einem Foul von Gonzalo Castro an Marvin Compper, das zum Elfmeter führte.

Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick äußerte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert: "Wir wußten um die individuelle Klasse von Leverkusen. In den ersten 15 Minuten waren wir nicht agressiv genug, das wurde bestraft. Unser Anschlusstreffer zum 1:2 vor der Halbzeit war wichtig. Wir haben die gesamte zweite Halbzeit an uns geglaubt. Das Unentschieden war für unsere Psyche wichtig". Trotz des späten Gegentreffers zeigte sich sogar Leverkusens Trainer Jupp Heynckes zufrieden mit dem Punkt: "Wir hatten den besseren Start. Schon vor der Pause haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit war ich mit unserem Spiel nicht zufrieden. Für uns war der Ausgleich eine Enttäuschung. Aber das Ergebnis geht in Ordnung".

© SID

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