Fußball Bundesliga
Slomka: "Ich gebe nicht auf"

Für Trainer Mirko Slomka kommt ein Rücktritt bei Bundesligist FC Schalke 04 trotz massiver Kritik nicht in Frage. "Ich werde kämpfen um diesen Job, um meine Arbeit, um die Arbeit des Teams", erklärte der 39-Jährige.

Trotz des Aus im Uefa-Cup und massiver Kritik an seiner Person denkt Mirko Slomka nicht daran, von seinem Traineramt beim Bundesligisten FC Schalke 04 zurückzutreten. "Ich werde kämpfen um diesen Job, um meine Arbeit, um die Arbeit des Teams. Ich gebe nicht auf. Ich lasse mir das nicht kaputt machen", sagte der 39-Jährige in einem Interview mit dem Fachmagazin kicker.

Dass in der Öffentlichkeit und in den Medien immer öfter der Name Christoph Daum als möglicher Nachfolger genannt wird, beunruhigt Slomka angeblich nicht. "Das Thema Daum ist für mich schon fast eine Running Gag. Normalerweise werden in solchen Situationen acht Trainer-Namen gehandelt. Auf Schalke ist es immer nur Daum. Er ist ein hervorragender Trainer. Ich mag ihn auch als Typ. Aber: Ich bin hier Trainer." Erst vor wenigen Wochen habe man schließlich den besten Saisonstart seit Jahren geschafft. "Ich habe diesen Job angenommen, mit allen Konsequenzen, und ich werde ihn zu Ende bringen. Ich bin kampfeslustig."

Kein vergiftetes Klima

Erst am Mittwoch hatte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies Coach Slomka wie auch Manager Andreas Müller demonstrativ den Rücken gestärkt. Auch der Schalker Trainer verteidigt Müller: "Er ist ein erfahrener Manager. Er ist seit 18 Jahren auf Schalke. Er kennt hier alles." Von einem vergifteten internen Klima will Slomka nichts wissen: "Vom Platzwart bis zum Aufsichtsrat geben wir uns das Vertrauen, dass wir es in den Griff kriegen." Aber bei den Fans und in den Medien herrsche eine andere Wetterlage. Das müsse man auf Distanz halten.

Er könne die Fans verstehen. Man habe schlechte Auswärtsspiele gezeigt, sei raus aus dem Uefa-Cup, man habe zweimal Tabellenführer werden können und es nicht hingekriegt. "Das macht die Leute wütend. Ich bin so sauer darüber wie jeder Fan", ergänzte Slomka. Eine Leistung der Mannschaft wie der Einbruch in der zweiten Halbzeit beim 1:3 am vergangenen Sonntag bei Bayer Leverkusen "ist für mich unfassbar".

"Hinter verschlossenen Türen kracht es"

Slomka will auch in Zukunft die Spieler nicht öffentlich kritisieren. "Aber hinter verschlossenen Türen kracht es", versichert Slomka. Das Leverkusener Spiel habe er sich mehrfach angeschaut, und "jeder kriegt ins Gesicht gesagt, was er nach dem ersten Gegentor nicht mehr für Schalke getan hat. Es gibt Gesprächsbedarf. Aber konstruktiv. Und Intern".

© SID

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