Fußball Bundesliga
Slomka und Müller bei Schalke noch fest im Sattel

Trotz der jüngsten Krise bei Schalke 04 brauchen sich Trainer Mirko Slomka und Manager Andreas Müller keine Sorgen um ihren Job zu machen. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sprach den Beiden sein Vertrauen aus.

Auch wenn die Fans den Verantwortlichen beim Bundesligisten Schalke 04 den Rücken kehren, die Führungsetage hält auch in der jüngsten Krise weiter zu Trainer Mirko Slomka und Manager Andreas Müller. "Ich fange doch jetzt nach drei Niederlagen nicht an, den Trainer oder den Manager in Frage zu stellen", sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies dem Reviersport (Donnerstag-Ausgabe). Ein Trainerwechsel ist für den Fleisch-Fabrikanten, der derzeit auf Mallorca Urlaub macht, auch nach drei Auswärtspleiten in Folge, dem K.o. im Uefa-Cup und den wütenden Fanprotesten kein Thema.

"Nein, das ist doch einer der Hauptgründe, warum wir keine richtige Mannschaft haben", sagte Tönnies weiter: "Schalke ist in den vergangenen Jahren zu einem Selbstbedienungsladen für Trainer geworden." Vielmehr forderte der Unternehmer von den Fans Geduld. "Wir haben hervorragende Fußballer in unseren Reihen. Diese Mannschaft muss sich jetzt nur finden. Es müssen sich feste Strukturen im Team entwickeln. Und das kann nicht gehen, wenn sie in sechs Jahren den sechsten Trainer vorgesetzt bekommt."

Tönnies: "Ich werde meine Meinung nicht ändern"

Slomka, der wie Müller nach der Petzer-Affäre um Nationalspieler Gerald Asamoah und der öffentlichen Maulwurf-Suche von Kapitän Marcelo Bordon zunehmend in die Kritk geraten ist, muss sich auch bei einer weiteren Niederlage am 14. Oktober beim Hamburger SV keine Sorgen um seinen Job machen. "Ich werde meine Meinung dazu auch nicht ändern, wenn wir die nächsten beiden Spiele auch noch verlieren würden", sagte Tönnies.

Auch Müller, zum Nachfolger von Tönnies´ Intimfeind Rudi Assauer befördert, stärkt der Aufsichtsratschef den Rücken. "Er macht gute Arbeit, und das wird sich am Ende auch auszahlen", sagte Tönnies und griff Ex-Präsident Günter Siebert an. Wenn der sage, "er will den Rudi Assauer wieder haben, dann kann der doch nicht ganz bei Verstand sein".

Schalke-Fans beschimpfen ihr Team

Nach der 1:3-Niederlage am Sonntag bei Bayer Leverkusen waren die Schalker Fans auf die Barrikaden gegangen. "Ihr seid scheiße wie der BVB", beschimpfte der königsblaue Anhang die Mannschaft, die drei Tage zuvor im Uefa-Cup ebenfalls 1:3 beim AS Nancy verloren hatte.

© SID

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