Fußball-Bundesliga So viel kostet der Abstieg

Der Verlust der Klasse steht für den Verlust von Geld: Lautern und Hoffenheim kämpfen am Abend um den letzten Erstliga-Startplatz. Welche harten finanziellen Einschnitte der Abstieg bringt, zeigt eine Exklusivstudie.
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Hoffenheims Fabian Johnson (l) kämpft um den Ball mit Kaiserslauterns Marc Torrejon in Sinsheim. Quelle: dpa

Hoffenheims Fabian Johnson (l) kämpft um den Ball mit Kaiserslauterns Marc Torrejon in Sinsheim.

(Foto: dpa)

War es das schon? 3:1 hieß es nach dem Relegationshinspiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Kaiserslautern. Roberto Firmino traf zweimal für die Kraichgauer, Sven Schipplock legte noch einen dritten Treffer nach.

Hätte der Lauterer Torjäger Mohamadou Idrissou nicht zwischenzeitlich zum 1:2 getroffen, wären die Aufstiegschancen der derzeit zweitklassigen Roten Teufel schon vor dem Rückspiel am Montag auf ein Minimum gesunken. So genügt den Pfälzern aber schon ein 2:0, um nach nur einer Spielzeit der Zweitklassigkeit ins Oberhaus des deutschen Fußballs zurückzukehren.

Um die Diskussion um die Relegationsspiele zu versachlichen, hat die Sportmarketing-Beratung PR-Marketing aus Rheine in einer exklusiven Untersuchung sämtliche Auf- und Abstiegsbewegungen aus der Historie der ersten und zweiten Bundesliga analysiert.

Empirisch ist daraus abzuleiten, wie wahrscheinlich direkte oder zeitnahe Wiederaufstiege sind, welche Klubs sich in dieser Hinsicht als besonders clever erwiesen haben – und welche negativen wirtschaftlichen Auswirkungen Abstiege mit sich bringen.

Die Erstligisten haben rein statistisch gesehen keinen Bonus, wenn es um die Entscheidungsspiele geht – die Bilanz ist ausgeglichen: Seitdem die Relegation in der Saison 2008/09 wieder eingeführt wurde, haben mit dem 1. FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach je zweimal die Erstligisten das bessere Ende für sich gehabt, und je zweimal die Zweitligisten: Die Nürnberger waren auch als unterklassiger Verein siegreich, ebenso Fortuna Düsseldorf im vergangenen Jahr.

Die Relegation, die es schon zwischen 1982 und 1991 gab, war zwischenzeitlich abgeschafft. Zwischen 1992 und 2008 stiegen immer drei Klubs aus der ersten Bundesliga direkt ab. Das Auf und Ab ist Teil des Geschäfts Profifußball. Schon 113 Klubs schafften laut Untersuchung den Sprung in die erste Liga, über 130 Klubs mussten laut Studienautor Peter Rohlmann den Gang ins Unterhaus antreten.

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