Fußball Bundesliga
Spitzenspiel steigt "auf Schalke"

In der Schalker Veltins-Arena steigt heute ab 17.00 Uhr (live bei arena) das Spitzenspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Bayern München. Im zweiten Sonntagsspiel trifft Eintracht Frankfurt auf Borussia Mönchengladbach.

Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel gegen Rekordmeister Bayern München wird es bei Bundesligist Schalke 04 richtig ungemütlich: Die Fans streiken, die Kritik wird immer lauter. Die Krise beim selbst ernannten Titelanwärter hat sich derart verschärft, dass sogar der treue Anhang reagiert: Am Sonntag (17.00 Uhr/live bei arena) wollen die Fans genau 19:04 Minuten schweigen. "Es liegt an uns, dieses Schweigen zu durchbrechen", sagte Trainer Mirko Slomka, der nach der 0:3-Pleite vor einer Woche beim VfB Stuttgart selbst immer mehr zur Zielscheibe der Kritiker geworden ist: "Die Mannschaft muss sich die Unterstützung der Fans erarbeiten."

Gegen den "Lieblingsgegner" FC Bayern, der aus der Veltins-Arena in sechs Pflichtspielen nur einen einzigen Punkt mitnahm, soll das gestörte Verhältnis zwischen Millionen-Stars und Anhängern wieder gekittet und die Trainerdiskussion beendet werden. So wünscht es sich die Schalker Führungsetage. Doch was passiert, wenn gegen den Meister die sechste Saison-Niederlage (inklusive Europacup und DFB-Pokal) folgt? "Mit dieser Frage beschäftige ich mich überhaupt nicht", sagte Manager Andreas Müller, mittlerweile ebenso wie Trainer Slomka in der Kritik.

Die Krise auf Schalke freut die Bayern. "Sie stehen unter Druck und müssen gegen uns gewinnen, um oben dran zu bleiben", sagte Trainer Felix Magath über die Königsblauen und versprach: "Deswegen werden wir diesmal auf Schalke gewinnen." Damit die Serie von zuletzt drei Auswärtsniederlagen ausgerechnet in Gelsenkirchen endet, flog das Team bereits am Freitag in den Westen. "Wir fahren einen Tag früher als üblich", erklärte Magath: "Wir können es uns nicht erlauben, wieder auswärts zu verlieren. Wir holen diesmal das Maximale, nämlich drei Punkte."

Der Bayern-Coach kann wieder auf Mittelfeldspieler Mark van Bommel zurückgreifen. Der Niederländer ist nach Muskelproblemen in der Hüfte wieder fit. "Er fährt mit und spielt auch", kündigte Magath an. Auch Bastian Schweinsteiger, beim 0:0 in der Champions League gegen Sporting Lissabon gesperrt, steht wieder in der Anfangsformation. Auf der anderen Seite muss Slomka weiter auf seinen Spielmacher Lincoln (Muskelfaserriss) verzichten. Dagegen kehrt Abwehrspieler Christian Pander 19 Monate nach seiner schweren Knieverletzung erstmals wieder in den Kader zurück.

Gladbach auf der Jagd nach dem Auswärtssieg

Eine Serie beenden will auch Borussia Mönchengladbach bei Eintracht Frankfurt. Die "Auswärtsdeppen", die bislang alle Spiele in der Fremde verloren, treten am Sonntag da an, wo sie zuletzt eine Auswärtspartie gewannen - am letzten Spieltag der vergangenen Saison.

"Wir fahren nach Frankfurt, um dort drei Punkte zu holen", sagte Mittelfeldspieler Michael Delura: "Es gab eine Aussprache in der Mannschaft. Wir wollen positiv miteinander umgehen." Nur zuschauen darf dabei wohl der vermeintliche Superstar Federico Insua, der Argentinier muss wahrscheinlich auf der Bank Platz nehmen. "Er braucht noch Zeit", sagte Trainer Jupp Heynckes: "Er muss sich noch an die Bundesliga anpassen."

Die Eintracht will dagegen nach dem 1:1 am Donnerstag im Uefa-Cup bei Celta Vigo endlich ihre Remis-Serie beenden. "Wir haben oft genug unentschieden gespielt", meinte Stürmer Ioannis Amanatidis mit Blick auf die neun Remis in 15 Pflichtspielen: "Es muss unbedingt mal wieder ein Sieg her."

© SID

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