Fußball Bundesliga
Sportschau soll auch 2009 nicht verschoben werden

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Gebührendebatte um die Übertragungsrechte und -zeiten für die Bundesliga hat die ARD klar Stellung bezogen. Eine Berichterstattung nach 20.00 Uhr soll es ab 2009 nicht geben.

Wenn es nach der ARD geht, wird die Berichterstattung von der Bundesliga auch ab 2009 nicht nach 20.00 Uhr stattfinden. "An der Bundesliga-Nutzung nach 22.00 Uhr hat die ARD kein Interesse. Wenn wir die Bundesliga nicht vor 20.00 Uhr bekommen, soll es ein anderer machen", sagte ARD-Programmdirektor Günter Struve der Bild-Zeitung (Freitag-Ausgabe).

Nach dem erneuten Einstieg des australischen Medien-Tycoons Rupert Murdoch beim Bezahl-Sender Premiere sieht das "Erste" die Gefahr, dass dieser die Liga mit zusätzlichen Mill. zu mehr Exklusivität verführen könnte. Dies würde zeitnahes Sehen der Bundesliga im Pay-TV wahscheinlich extrem verteuern oder angesichts der Gebührendebatte im Free-TV unmöglich machen. Da die ARD nach 20. 00 Uhr keine Werbung mehr zeigen darf, die bislang zur Refinanzierung diente, verlören die Rechte viel an Wert.

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz sagte auf Anfrage des Sport-Informations-Dienst (sid): "Wir haben eine Standardsendung (das Aktuelle Sportstudio, d.Red.). Wir sind offen für alle Optionen und Möglichkeiten." Zurzeit besitzt die ARD die Erstverwertungsrechte an der Bundesliga im frei empfangbaren Fernsehen. Die Sportschau beginnt samstags ab 18.30 Uhr mit der Ausstrahlung der Zusammenfassungen von den Erstligaspielen. Das ZDF-Sportstudio zeigt in der Regel nach 22.00 Uhr ihre Zusammenfassungen von den Samstag-Begegnungen der Bundesliga.

Bezahlsender Premiere will für mehr Exklusivität mehr bezahlen

Der Abo-Sender Premiere hatte bereits angedeutet, der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die TV-Übertragungsrechte nur dann deutlich mehr zahlen zu wollen, wenn mehr Exklusivität garantiert werde. In anderen europäischen Spitzenligen wird erst am späten Samstagabend oder gar erst am Sonntag im Free-TV von den Erstligaspielen berichtet.

Die DFL hatte die Rechte an der Inlandsvermarktung der Bundesliga von 2009 bis 2015 für 500 Mill. Euro pro Saison an eine Firma des Münchner Medien-Moguls Leo Kirch veräußert. Die erforderliche Bankbürgschaft zur Absicherung der Zahlungen für die Fernsehrechte an der Bundesliga ab 2009 liegt allerdings noch nicht vor.

"Wir reden über immense Größenordnungen. Man muss immer bedenken, wie viel Geld eine Bank für eine Bürgschaft verlangt - das sind normalerweise bis zu zwei Prozent. Man kann sich das Gebührenvolumen ausrechnen. Aber das ist Sache des Vertragspartners", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball unlängst der Sport Bild.

© SID

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