Fußball Bundesliga
Starker Podolski kann Köln nicht retten

Finanziell in Bedrängnis, sportlich auf dem Sprung nach oben: Der FC Schalke 04 ist mit einem Sieg beim 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga auf Platz drei gerückt. Der Sinkflug des noch immer sieglosen Tabellenletzten aus dem Rheinland geht dagegen weiter: Da kann auch ein bärenstarker Podolski allein nicht viel ausrichten.

KÖLN. Manchmal tut man sich nach einem Fußballspiel schwer, den besten Spieler des Matches zu wählen. Manchmal ist es aber auch ganz einfach. Beim 2:1-Sieg des FC Schalke 04 in Köln war Lukas Podolski der mit großem Abstand auffälligste Kicker auf dem Platz. Beflügelt von seinem ersten Bundesliga-Tor für den FC nach 1 219 Tagen zum zwischenzeitlichen 1:1 (6.) zeigte der Nationalspieler eine bärenstarke Leistung: Extrenm Laufstark, viele Ballkontakte, variantenreich, effektiv und energisch in den Zweikämpfen.

Podolski hat im System der Kölner viele Freiheiten. Er lässt sich oft ins Mittelfeld fallen oder kommt über die rechte Seite. Das machte ihm für die Schlaker schwer ausrechenbar. Zudem kann "Poldi" plötzlich auch auf engem Raum gut zurechtkommen. Hätte er seinen Riesenchance zum 2:2 genutzt (49.), es wäre ein ganz anderes Spiel geworden. Vor allem das Zusammenspiel mit Ehret, wie zum Beispiel beim 1:1, sah phasenweise sehr gut aus.

Doch es gibt zu viele Spieler im Kölner Team, die derzeit kein Bundesligaformat haben - oder eben nicht in Form sind. Die beiden Portugiesen im defensive Mittelfeld, Petit und Maniche, waren eine einzige Enttäuschung. Und Novakovic ist meilenweit von seiner Form der Vorsaison entfernt.

Die Schalker widerrum waren an diesem Sonntag alles andere als unschlagbar. Nach vorne ging bei den Königsblauen nur zwei Mal was: Beim 1:0 durch Jefferson Farfan (2.) nach einer Ecke und dem 2:1 durch Levan Kobiaschwili (46.) nach dem einzigen sehenswerten Spielzug der Schalker. Der Rest war biederes Verteidigen und viel Glück.

„Ich habe die letzte halbe Stunde gezittert, bin aber froh, dass wir dem Druck standgehalten haben“, sagte Schalke-Trainer Felix Magath. „Wir haben aufopferungsvoll verteidigt, deswegen bin ich mit meiner jungen Mannschaft zufrieden." Auch aus einem anderen Grund war Magath erleichtert: „Wenn es sportlich läuft, hat man auch auf Schalke mehr Ruhe. Insofern ist es schön, dass wir uns heute den dritten Tabellenplatz erobert haben“, ergänzte der Gäste-Coach, der angesichts eines Schuldenbergs von knapp 137 Millionen Euro „alles auf den Prüfstand“ stellen will.

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