Fußball Bundesliga
Streit: "Bin total enttäuscht"

Die Tage von Albert Streit bei Eintracht Frankfurt scheinen gezählt. Die Ausbootung beim Bundesligisten hält der Mittelfeldakteur für einen "riesigen Vertrauensbruch". Angeblich soll Schalke 04 an ihm interessiert sein.

Trotz Vertrags bis 2009 scheint der beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Eintracht Frankfurt auf das Abstellgleis geratene Albert Streit seinen Abschied vorzubereiten. Nach seiner Ausbootung für das Bundesligaspiel bei Arminia Bielefeld (4:2) und das Halbfinale im DFB-Pokal beim 1. FC Nürnberg (0:4) stellte der 27-Jährige die Zusammenarbeit mit Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel in Frage.

"Es ist ein riesengroßer Vertrauensbruch. Ich bin total enttäuscht, die zwei wichtigsten Spiele im Jahr nicht dabei gewesen zu sein", sagte Streit, der sich das Arbeiten unter Funkel offenbar nur noch schwer vorstellen kann, in einem Interview mit dem kicker: "Ich weiß nur, dass es in Zukunft sehr schwer sein wird, wieder Vertrauen aufzubauen. Ich weiß nicht, wie es eitergeht."

Funkel: "Streit muss arbeiten wie jeder andere Spieler"

Unterdessen erklärte Funkel, dass sich der Mittelfeldspieler eine Nominierung für das Heimspiel gegen den VfL Bochum am Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) "wie jeder andere Spieler erarbeiten" müsse: "Ich muss mit keinem Spieler sprechen, egal, wie er heißt. Er muss im Training zeigen, dass er zurück will."

Gelassen sieht auch Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen den Ärger um Streit, auch wenn angeblich Tabellenführer Schalke 04 an einer Verpflichtung des Technikers interessiert sein soll. "In der Stadt Frankfurt wird ja viel gemunkelt. Albert Streit hat bei uns eine Perspektive und noch Vertrag bis 2009. Die Entscheidung des Trainers hatte rein sportliche Gründe", sagte Bruchhagen dem sid.

Angespannte Personalsituation

Mit Blick auf die Personalsituation ist Funkel vor dem Kellerduell gegen Bochum fast gezwungen, Streit zu begnadigen. Denn auf der rechten Seite fehlt bereits der an den Bändern verletzte Verteidiger Patrick Ochs, so dass bei einem erneuten Fehlen von Streit die rechte Seite wie schon beim Pokalhalbfinale in Nürnberg erneut lahm gelegt wäre. Zudem bangt Funkel noch um den Einsatz der verletzten Angreifer Ioannis Amanatidis (Adduktoren) und Naohiro Takahara (Rückenprellung) sowie um Mittelfeldspieler Benjamin Huggel (Knieprellung).

© SID

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