Fußball Bundesliga
Stürmische Zeiten bei der Frankfurter Eintracht

Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe hält trotz einer Aussprache mit dem Vorstand an seinen kritisierten Vorhaben fest, den Verein konkurrenzfähiger zu machen.

Zoff zwischen Trainer Michael Skibbe und Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, Schock um Ioannis Amanatidis: Bei Bundesligist Eintracht Frankfurt hängt der Haussegen schief - und jetzt fällt in Amanatidis auch noch der beste Stürmer wohl für den Rest der Saison aus.

Skibbe tritt unterdessen auch nach einer internen Aussprache mit Bruchhagen nach und sorgt als öffentlicher Mahner weiter für Zwietracht. "Es brodelt in mir. Wir müssen uns in vielen Bereichen verbessern und so aufstellen, dass wir konkurrenzfähig bleiben", sagte der 44-Jährige wenige Stunden nach dem Krisen-Gespräch in der Sendung Heimspiel des hr-Fernsehen.

Bittere Niederlagen gegen München und Leverkusen

Der gute Saisonauftakt gehört längst der Vergangenheit an. Skibbe ist nach einem knappen halben Jahr bei den Hessen von der Realität eingeholt worden. Vor allem die 0:4-Pleiten im DFB-Pokal gegen Bayern München und zuletzt in der Liga bei Tabellenführer Bayer Leverkusen wurmen den Coach.

"Die Enttäuschung sitzt noch immer tief", gestand Skibbe, der sich in Frankfurt nicht mit Mittelmaß zufrieden geben will. "Ich möchte Veränderungen, die sinnvoll und machbar sind", sagte Skibbe, betonte aber zugleich: "Die Dinge, die ich ausgesprochen habe, richten sich nicht gegen jemanden."

Doch das kann Bruchhagen nicht besänftigen. Der Eintracht-Chef hält nichts von öffentlich ausgetragenen Diskussionen. Im Gegenzug hat Bruchhagen aber auch kleine Nadelstiche in Richtung Skibbe gesetzt, als er zuletzt die Fitness der Spieler in Frage gestellt hat.

Amanatidis droht Saison-Aus

Der Forderung von Skibbe nach Neuzugängen in der Winterpause wird Bruchhagen nach der erneuten Verletzung von Amanatidis aber wohl nachkommen müssen. Bei dem griechischen Nationalstürmer wurden bei einer Operation Teile des erneut beschädigten Knorpels im Knie entfernt.

Zwar droht dem Publikumsliebling und früheren Eintracht-Kapitän der Ausfall für die restliche Saison, doch an ein Karriereende will der 27-Jährige nicht denken. "Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich werde wieder aufstehen und Fußball spielen", sagte Amanatidis im Interview mit der FAZ.

Als Ersatz für Amanatidis ist unter anderem Andrej Woronin im Gespräch, der nach seinem Intermezzo bei Hertha BSC Berlin wieder für den FC Liverpool aktiv ist. Kandidaten sind auch Gerald Asamoah und Halil Altintop vom Ligakonkurrenten Schalke 04, der ehemalige Bremer Boubacar Sanogo (AS St. Etienne), der Brasilianer Wellington (1 899 Hoffenheim) sowie der zurzeit arbeitslose Ex-Dortmunder Ebi Smolarek.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%