Fußball Bundesliga
Stuttgart dreht Zwei-Tore-Rückstand in Bremen

Durch eine tolle Aufholjagd hat der VfB Stuttgart am vierten Bundesliga-Spieltag den zweiten Saisonsieg eingefahren. Die Schwaben drehten bei Werder Bremen einen 0:2-Rückstand. Mario Gomez traf kurz vor Schluss zum 3:2.

Der deutsche Vizemeister Werder Bremen schlittert immer tiefer in die Krise. Durch die 2:3 (2:1)-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart kassierten die Hanseaten trotz einer vorherigen 2:0-Führung ihre vierte Pflichtspiel-Niederlage in Folge. Die Gäste bewiesen nach ihrem frühen Rückstand eine gute Moral und verdienten sich ihren zweiten Auswärtserfolg durch den entscheidenden Treffer von Mario Gomez (87.) redlich.

Dabei hatte die Partie für die Platzherren, die wegen einer Fußprellung auf WM-Torschützenkönig Miroslav Klose hatten verzichten müssen, optimal begonnen. Schon in der vierten Minute ging Werder durch ein Eigentor des Stuttgarter Mittelfeldspielers Roberto Hilbert in Führung, in der 32. Minute konnte Klose-Ersatz Mohamed Zidan mit einem sehenswerten Heber auf 2:0 erhöhen.

Doch nur sechs Minuten später machte Unglücksrabe Hilbert mit einem scharfen Flachschuss zum 1:2 seinen Fehler wieder gut. Pech hatte der Bremer Schlussmann Tim Wiese allerdings in der 58. Minute, gegen einen abgefälschten Distanzschuss des Mexikaners Pavel Pardo hatte er keine Abwehrmöglichkeit. Von den danach guten Einschussmöglichkeiten für beide Teams konnte in der Schlussphase nur Gomez eine Gelegenheit zum Siegtreffer nutzen.

Den Platzherren merkte man während der gesamten Spielzeit das Fehlen von Klose an. Ohne "Deutschlands Fußballer des Jahres" waren die Angriffsaktionen der Norddeutschen zu statisch und zu berechenbar, so dass die Deckung der Schwaben zumeist leichtes Spiel hatte. Werder-Mittelfeldregisseur Diego war zwar emsig bemüht, Linie in die Angriffsaktionen seiner Kollegen zu bringen, doch viele Attacken versandeten schon vor dem Strafraum der Stuttgarter.

Die Mannschaft von VfB-Trainer Armin Veh hatte jedoch in der Vorwärtsbewegung ähnliche Probleme. Cacau war fast ein Ausfall, daneben scheiterte Gomez zunächst zweimal in aussichtsreicher Position (12. und 14.).

Obwohl Werder-Coach Thomas Schaaf in der letzten halben Stunde mit Aaron Hunt noch einen dritten Stürmer einwechselte, reichte es für die Bremer vier Tage nach dem 0:2 in der Champions League beim englischen Meister Chelsea London nicht mehr zum dreifachen Punktgewinn. Stuttgarts Sieg kam letztlich auch gegen kraftlos wirkende Hausherren zustande.

Bester Akteur auf dem Rasen war Schiedsrichter Dr. Markus Merk. Der Unparteiische aus Otterbach pfiff sein erstes Spiel in dieser Saison, wirkte souverän und hatte die Partie jederzeit im Griff.

© SID

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