Fußball Bundesliga
Stuttgart fertigt den HSV ab

Der VfB Stuttgart hat am 28. Spieltag seine Meisterschaftsambitionen untermauert und beim Hamburger SV einen 4:2 (3:0)-Sieg gefeiert. Beide Teams verloren im ersten Durchgang einen Spieler durch eine Rote Karte.

Der VfB Stuttgart bleibt nach einer glänzenden Leistung beim Hamburger SV ein Anwärter auf die Meisterschaft und hat den Hanseaten gleichzeitig einen Rückschlag im Abstiegskampf zugefügt. Die in allen Belangen überlegenen Schwaben setzten sich an der Alster verdient mit 4:2 (3:0) durch und feierten damit bereits ihren sechsten Erfolg in der Fremde und krönten zudem das 100. Bundesliga-Spiel von Trainer Armin Veh. Die Gastgeber stecken dagegen nach der dritten Niederlage daheim weiter mitten drin im Abstiegskampf und verpassten den angestrebten Sprung in die obere Tabellenhälfte.

Cacau (10.), Sami Khedira (13.), Nationalspieler Roberto Hilbert (27.) und Fernando Meira (51.) trafen jeweils mit dem Kopf für die Stuttgarter. Für den nie aufgebenden HSV kamen die Treffer von David Jarolim (67.) und Ivica Olic (75.) zu spät.

Rot gegen Hitzlsperger überzogen

Überschattet wurde die eigentlich faire Partie von zwei Roten Karten für den Hamburger Änis Ben-Hatira (34.) sowie Stuttgarts Thomas Hitzlsperger (43.). Während man den Platzverweis für die Ben-Hatira noch geben konnte, lag der insgesamt schwache Schiedsrichter Lutz Wagner bei der Hinausstellung des VfB-Nationalspielers völlig daneben. Der Platzverweis wirkte wie eine Konzessionsentscheidung.

Schon beim Stuttgarter Führungstreffer hatte der Unparteiische eine unrühmliche Rolle gespielt, als er den entscheidenden Schubser von Cacau gegen seinen Gegenspieler Joris Mathijsen übersah und dem Brasilianer dadurch die Kopfballchance ermöglichte. Die Hanseaten waren in der Folge geschockt und insbesondere in der bislang so sicheren Hintermannschaft völlig ungeordnet. Die weiteren Kopfballgegentore waren die beinahe logische Folge des mit Abstand schwächsten Auftritts, seit Trainer Huub Stevens am 20. Spieltag seinen Vorgänger Thomas Doll abgelöst hat.

Hildebrand kaum geprüft

Der VfB ließ die Norddeutschen von Beginn an überhaupt nicht zum Zuge kommen und unterband alle Hamburger Angriffsbemühungen meist schon im Ansatz. Bereits vor dem 0:1 konnte Torwart Frank Rost nur mit großer Mühe einen Fernschuss von Hitzlsperger klären. Den ersten gefährlichen Torschuss für den HSV gab es so erst in der 33. Minute, als Medhi Mahdavikia mit einem Schuss aufs kurze Eck an Torwart Timo Hildebrand scheiterte. Der Nationalkeeper vereitelte in der 45. Minute auch eine Torgelegenheit von Rafael van der Vaart.

Nach dem 4:0 bereits sechs Minuten nach Wiederbeginn war die Partie frühzeitig entschieden. Der HSV bemühte sich zwar um Ergebnis-Kosmetik und hatte durch Jarolim und Olic auch Erfolg, die Schwaben hatten das Spiel aber jederzeit im Griff und überzeugten durch ihre geschickte Raumaufteilung, spielerische Klasse und einem schnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff.

© SID

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