Fußball Bundesliga
Stuttgart fordert Spitzenreiter Schalke

Im Spitzenspiel des 26. Bundesliga-Spieltages steht für den FC Schalke 04 heute gegen Verfolger VfB Stuttgart die Tabellenführung auf dem Spiel. Titelverteidiger Bayern München gastiert derweil bei Eintracht Frankfurt.

Nachdem im Laufe der Woche in Mirko Slomka (Schalke), Ottmar Hitzfeld (München), Thomas Doll (Dortmund) und Ernst Middendorp (Bielefeld) gleich vier Trainer neue Verträge unterschrieben haben, steht heute Nachmittag (15.30 Uhr/live bei arena) anlässlich der 26. Bundesliga-Runde wieder der Titelkampf im Mittelpunkt des Interesses. Im Spitzenspiel trifft dabei der zuletzt wankende Tabellenführer FC Schalke 04 auf Verfolger VfB Stuttgart.

Veh schiebt Schalke die Favoritenrolle zu

Vor allem bei den Schalkern hofft man durch die frühzeitige Vertragsverlängerung Slomkas auf neue Motivation im Titelrennen. "Das ist ein sehr richtungweisendes Spiel, aber noch kein Finale", sagt Slomka. Der Knappen-Chef fordert angesichts von nur drei Punkten Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen und vier Zählern Distanz zum VfB vollen Einsatz: "Wir sind Erster und somit momentan Favorit auf den Titel. Diese Ausgangsposition wollen wir mit allen Mitteln verteidigen."

Die Schwaben gehen die Begegnung mit den Königsblauen betont gelassen an und verteilten im Vorfeld Komplimente. "Ich tippe auf Schalke, weil die einen kompakten Eindruck machen - und weil Kevin Kuranyi wieder trifft", erklärte VfB-Präsident Erwin Staudt mit Blick auf den Titel. Für Coach Armin Veh aber wäre selbst bei einer Niederlage der Meisterschaftszug noch nicht abgefahren. "Richtungweisender ist das Spiel sicher für Schalke, denn die stehen mehr unter Druck als wir", sagt Veh. Nationalstürmer Mario Gomez, der sich neben seinem Innenbandabriss im Knie zu allem Überfluss auch noch aus Frust die Hand bei einem Schlag auf einen Medizinkoffer brach, fällt vorerst aus. Timo Hildebrand und Fernando Meira kehren dagegen ins Team zurück.

Bayern lauert auf Rang vier

Profitieren vom direkten Duell können die Bremer, die am Sonntag (17.00 Uhr/live bei arena) Mainz 05 mit den "Heimkehrern" Mohamed Zidan und Leon Andreasen empfangen, sowie der Tabellenvierte Bayern bei Eintracht Frankfurt. "Ich glaube, dass die Mannschaft und ich noch einiges bewegen können", erklärte Trainer Hitzfeld seine jüngsten Kehrtwende in Sachen Vertrag. Mit einem Erfolg würde sein Team auf mindestens einen Konkurrenten Punkte gut machen.

Die Frankfurter, heimschwächstes Team der Rückrunde und sieglos gegen sämtliche Top-Teams seit dem Wiederaufstieg 2005, hoffen dennoch auf eine Überraschung. "Ich hätte lieber vor vier Wochen gegen die Bayern gespielt, jetzt haben sie in der Meisterschaft wieder Lunte gerochen. Aber wir schenken sicher nichts ab", sagt Coach Friedhelm Funkel, der auf den erkrankten Albert Streit verzichten muss.

Doll soll beim BVB die Trendwende bringen

Bei der abstiegsbedrohten Konkurrenz aus Dortmund setzt man vor dem Heimspiel gegen den seit drei Spielen sieglosen 1. FC Nürnberg (Trainer Hans Meyer: "Das Normalste der Welt") auf einen Motivationsschub durch den dritten Trainer der Saison. Doll, der am 23. Oktober 2004 als neuer HSV-Coach mit einem 2:0-Sieg bei der Borussia einen gelungenen Einstand feierte, soll nun auch bei den Westfalen die Kehrtwende einleiten.

"Wir wollen defensiv denken, aber trotzdem das Feuerwerk abbrennen auf das alle warten", sagt Doll und baut dabei auf die Fans: "Ich bin riesig gespannt auf den 12. Mann, auf den ich mich die ganze Woche freue." Von seinen "fünf Führungsspielern Kehl, Wörns, Metzelder, Weidenfeller und Frei" erwartet der 40-Jährige viel: "Sie sind die Gladiatoren und müssen vorneweg gehen."

Middendorp gibt Debüt bei Arminia

Auch bei Bielefeld sitzt bereits der dritte Coach der Saison auf der Bank, allerdings in Ernst Middendorp ein alter Bekannter. Zweimal war der 48-Jährige bereits bei den Ostwestfalen und wurde 2005 von den Arminia-Fans sogar zum Jahrhunderttrainer gewählt. "Unser klares Ziel ist Platz 15, das ist realistisch", sagt Middendorp vor dem Abstiegs-Duell bei Alemannia Aachen und mahnt zur Ruhe: "Ich werde den Teufel tun und hier alles umwerfen."

Ebenfalls im direkten Abstiegsduell stehen sich der VfL Wolfsburg und der VfL Bochum gegenüber, zudem will Dieter Hecking mit Hannover 96 im Nordderby HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart "aus dem Spiel nehmen" und mit einen Sieg "untermauern, dass wir die Nummer zwei im Norden sind". Sonntag empfängt zudem Bayer Leverkusen den Nachbarn Borussia Mönchengladbach.

© SID

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