Fußball Bundesliga
Stuttgart gelingt Befreiungsschlag

Der VfB Stuttgart hat sich am 17. Spieltag mit einem Erfolgserlebnis gegen Hoffenheim in die Bundesliga-Winterpause verabschiedet. Marica, Cacau und Khedira trafen beim 3:1-Sieg.

Der VfB Stuttgart hat auch in der Bundesliga einen Befreiungsschlag gelandet. Gegen den ungeliebten Nachbarn 1 899 Hoffenheim, der nach einer Gelb-Roten Karte für Luiz Gustavo (52.) beinahe die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste, gelang den Schwaben ein verdientes 3:1 (1:1). Durch die Treffer des eingewechselten Cacau (68.) sowie von Sami Khedira (82.) beendete der VfB eine Serie von neun Ligaspielen ohne Sieg für den Champions-League-Achtelfinalisten.

Für die Stuttgarter war es unter dem neuen Trainer Christian Gross nach einer Durststrecke von fast vier Monaten zudem erst der zweite Heimsieg. Im letzten Spiel vor der Winterpause verließ der VfB damit den Relegationsplatz. Die ersatzgeschwächten, über weite Strecken harmlosen Hoffenheimer verpassten es dagegen, Anschluss an die Europapokal-Plätze zu halten.

Marica nutzt Elfmeter zur Führung

Ciprian Marica hatte den VfB bei arktischen Temperaturen in einer weitgehend ereignislosen ersten Halbzeit in Führung gebracht. Nach einem Handspiel von Andreas Ibertsberger im Strafraum erzielte der Rumäne per Elfmeter seinen ersten Bundesliga-Treffer in dieser Saison (32.). Die bis dahin völlig harmlosen Gäste glichen kurz vor der Pause bei ihrer ersten Chance durch einen 20-Meter-Freistoß von Maicosuel aus (44.). Cacau schoss den in der zweiten Halbzeit klar überlegenen VfB in Führung, Khedira nutze eine weitere Großchance.

"Der Trainer hat die Probleme in dieser Woche sehr deutlich angesprochen und wir haben das heute gut umgesetzt. Deshalb ist der Erfolg auch verdient", sagte Torschütze Khedira nach dem Abpfiff. Hoffenheims Christian Eichner war seinerseits äußerst selbstkritisch: "Wir waren in der Vorrunde nicht konstant genug, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden. Es wäre zu einfach, die Ausfälle als Alibi zu nehmen."

Schwierige Platzverhältnisse erschwerten Zusammenspiel

Die 41 000 Zuschauer in der ausverkauften Stuttgarter Arena bekamen zunächst wenig Erwärmendes zu sehen. Auf dem schneebedeckten Rasen in der Stuttgarter Arena hatten beide Mannschaften Schwierigkeiten mit der Standfestigkeit, konstruktives Aufbauspiel war kaum zu sehen, gut gemeinte Ansätze verpufften, Pässe kamen zu ungenau. Doch nach einer zehnminütigen Anlaufphase bauten zumindest die Gastgeber zunehmend Druck auf.

Die erste Chance des Spiels vergab Christian Träsch: Er zielte nach einem Doppelpass mit dem fleißigen Pawel Pogrebnjak aus guter Position über das Tor (18.). Weitere Höhepunkte blieben aus, ehe Ibertsberger nach einer Flanke von Stefano Celozzi den Ball mit der Hand spielte. Marica verwandelte sicher. Den Ausgleich für die bis dahin völlig harmlosen Gäste leitete Mathieu Delpierre mit einem Foulspiel ein, für das er die Gelbe Karte sah.

Maicosuel nutzt seine Chance

Maicosuel war in die Mannschaft gerückt, nachdem Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick Torhüter Timo Hildebrand, Marvin Compper und Demba Ba wegen ihrer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus sowie Sejad Salihovic wegen seiner Gelb-Sperre ersetzen musste. Gleich nach seinem Ausgleichstreffer hätte der Brasilianer mit einem von Serdar Tasci abgefälschten Schuss fast noch einmal getroffen, VfB-Torhüter Sven Ulreich reagierte allerdings blitzschnell und wehrte zur Ecke ab.

U21-Nationalspieler Ulreich kam nach der Rot-Sperre von Jens Lehmann in der ausverkauften Stuttgarter Arena zu seinem 13. Einsatz in der Bundesliga. Der 21 Jahre alte Schlussmann wurde kaum geprüft, beim Freistoß-Tor von Maicosuel, der den Ball aus 20 Metern geschickt über die Mauer hob, war er chancenlos.

© SID

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