Fußball Bundesliga
Stuttgart holt sich die Meisterschale

Der VfB Stuttgart ist zum fünften Mal deutscher Meister: Durch einen 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Energie Cottbus sicherten sich die Schwaben am letzten Bundesliga-Spieltag die Meisterschale. Hitzlsperger und Khedira trafen. Das Spiel verlief für die Stuttgarter ähnlich wie die gesamte Saison: Als Zitterpartie.

Der VfB Stuttgart hat sein Meisterstück perfekt gemacht und darf weiter vom Double träumen. Die Schwaben sicherten sich durch ein 2:1 (1:1) gegen Energie Cottbus am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison ihre fünfte deutsche Meisterschaft nach 1950, 1952, 1984 sowie 1992 und sorgten damit im Schwabenland für einen kollektiven Freudentaumel. Unter dem Jubel der Fans überreichte VfB-Idol Guido Buchwald nach dem Schlusspfiff die Schale an den neuen Titelträger, für den Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (27.) und Sami Khedira (63.) zuvor den erwarteteten Erfolg klargemacht hatten. Bereits am kommenden Samstag kann der VfB den totalen Triumph mit einem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg perfekt machen und zum ersten Mal in der Klubgeschichte das Double gewinnen.

Vor 56 000 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion holten die Schwaben damit ihren ersten Titel seit dem Pokalsieg 1997 unter dem damaligen Trainer Joachim Löw an den Neckar. Die Stuttgarter Profis, die zunächst einen Rückschlag durch den Treffer des Rumänen Sergiu Radu (19.) verkraften mussten, sicherten sich durch den Triumph 100 000 Euro Prämie pro Kopf. Sollte der VfB auch das Pokalfinale gewinnen, kassieren die Spieler noch einmal 50 000 Euro.

VfB am Anfang nervös

Die Schwaben, bei denen Nationaltorwart Timo Hildebrand sein vorerst letztes Heimspiel im VfB-Trikot absolvierte, wirkten in der Anfangsphase überaus nervös. Die Stuttgarter bekamen die Partie, die in 100 Ländern und von über 50 000 Fans beim Public Viewing auf dem Schlossplatz verfolgt wurde, unter den Augen von Bundestrainer Löw, Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger und dem früheren DFB- sowie VfB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder zunächst nicht in den Griff.

Erst in der 12. Minute verbuchten die Stuttgarter durch Hitzlsperger ihre ersten beiden Chancen. Der VfB, der nach dem ersten Spieltag noch auf dem letzten Tabellenplatz gestanden hatte und bei dem der zukünftige Co-Trainer Markus Babbel vor dem Spiel als Profi verabschiedet wurde, war vor allem in der Defensive äußerst anfällig. Deshalb fiel die Führung der Cottbuser durch das 14. Saisontor Radus nicht überraschend.

Hitzlsperger trifft per Distanzschuss

Nach dem Rückstand drängte die Mannschaft des seit 20. Feburuar 2006 im Amt befindlichen Trainers Armin Veh vehement auf den Ausgleich, doch der Brasilianer Cacau vergab nur eine Minute nach dem 0:1 die bis dahin größte Chance der Gastgeber (20.). Die Bemühungen der Schwaben wurden aber sieben Minuten später doch noch belohnt. Hitzlsperger konnte eine Ecke des mexikanischen Nationalspielers Pavel Pardo per sehenswertem Direktschuss zu seinem siebten Saisontor nutzten. Bis zur Pause hatten die Platzherren zwar noch zwei gute Möglichkeiten durch Cacau (38.) und den Schweizer Ludovic Magnin (39.), wirklich überzeugen konnten die Schwaben aber auch in dieser Phase nicht.

Auch nach dem Seitenwechsel konnte der VfB seine Nervösität nicht ablegen. Obwohl die Stuttgarter, bei denen Nationalspieler Mario Gomez in der 53. Minute eingewechselt wurde, ihr eigentliches Potenzial nicht abrufen konnten, drängten sie auf die Führung, die Khedira dann auch besorgte.

© SID

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