Fußball Bundesliga
Stuttgart stürzt nach Debakel in Hamburg weiter ab

Ivica Olic hat Meister VfB Stuttgart mit einem Hattrick noch tiefer in die Krise geschossen. Nach dem 1:4 (0:3) beim Hamburger SV trennt die Schwaben nur noch ein Zähler von einem Abstiegsplatz.

Mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga hat Ivica Olic den deutschen Meister VfB Stuttgart noch tiefer in die Krise geschossen. Der Stürmer erzielte beim 4:1 (3:0)-Sieg des Hamburger SV gegen die Schwaben die ersten drei Treffer (7./22./34.) und besiegelte damit die dritte Niederlage des VfB in Folge schon vor der Pause.

Während sich der HSV durch den Erfolg in der Spitzengruppe der Tabelle etablierte, warten die Stuttgarter weiter auf den ersten Auswärtspunkt der Saison und müssen sich im Klassement weiterhin nach unten orientieren.

Zu allem Überfluss steht VfB-Trainer Armin Veh in den kommenden Wochen Pavel Pardo nicht zur Verfügung. Der Mannschaftskapitän sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (45.). Joris Mathijsen erzielte in der 60. Minute das 4:0 und verbuchte damit auch den 2 500. Treffer in der Bundesliga-Geschichte der Hamburger. Serdar Tasci gelang in der 73. Minute nur noch der Stuttgarter Anschlusstreffer.

Nachdem technische Probleme am Namenszug des Arena-Sponsors auf dem Stadiondach für Sicherheitsbedenken und eine 15-minütige Verzögerung des Spielbeginns gesorgt hatten, erwischten die Platzherren vor 57 000 Zuschauern einen glänzenden Start. Schon in der siebten Minute traf Olic nach schöner Vorarbeit von Mohamed Zidan zum ersten Mal. Den Hamburgern war auch in der Folgezeit das Fehlen ihres verletzten Mannschaftskapitäns Rafael van der Vaart nicht anzumerken.

Die Stuttgarter verkrafteten das Fehlen von sieben gesperrten oder verletzten Stammspielern hingegen nicht. Besonders die Vierer-Abwehrkette, in der David Pisot sein Bundesliga-Debüt gab, präsentierte sich äußerst anfällig. Olic wusste diese Schwächen am besten zu nutzen und schloss nach seinem Treffer zum 2:0 auch eine Traumkombination vor dem 3:0 erfolgreich ab.

Die Stuttgarter, die schon vor dem Seitenwechsel keine zwingenden Offensivaktionen zustande gebracht hatten, versuchten nach der Pause vor allem, ihr Spiel zu stabilisieren. Für Angreifer Ewerthon kam der eher defensive Silvio Meißner in die Partie. Mehr Sicherheit konnte aber auch der Routinier der überforderten VfB-Abwehr kaum verleihen. Dem glänzend aufgelegten HSV dienten die Schwaben bis zum Abpfiff allenfalls als Spielball.

© SID

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