Fußball Bundesliga
Stuttgart will mit Sieg über Bochum aus der Krise

Mit einem Sieg am heutigen Mittwoch (20 Uhr) will der deutsche Meister VfB Stuttgart seinen verpatzten Saisonstart zumindest etwas ansehnlicher gestalten. Spitzenreiter Bayern München empfängt derweil Cottbus.

Der siebte Spieltag der Bundesliga wird heute mit fünf Spielen abgeschlossen. Dabei will der deutsche Meister VfB Stuttgart den schlechten Saisonstart zumindest etwas versöhnlicher gestalten. Erst sechs Spiele und schon dreimal verloren - auch die Verantwortlichen des VfB sehen keinen Grund abzustreiten, was ohnehin jeder mitbekommt. "Wenn man es so sagen will, dann haben wir eine Krise", sagte Sportdirektor Horst Heldt vor dem heutigen Spiel (20 Uhr) gegen den VfL Bochum. Der Anspruch sei ja, "die letzte Saison zu wiederholen, aber davon sind wir noch weit entfernt".

Auch in der vergangenen Saison startete der spätere Meister nicht überzeugend, hatte nach dem sechsten Spieltag aber nur zwei Punkte Rückstand auf den damaligen Tabellenführer Hertha BSC - ein Jahr später sind es sieben Zähler Abstand zu Bayern München. Die Gründe für die kleine Krise sind zahlreich. "Es gibt genügend Hebel zum Ansetzen", weiß Heldt, er betont aber auch: "Einige Punkte sind nicht von heute auf morgen abzustellen."

Rein statistisch betrachtet könnte es am Mittwoch mit dem VfB wieder ein bisschen aufwärts gehen, denn Gegner Bochum hat seit 1987 nicht mehr in Stuttgart gewonnen. So gesehen darf auch Eintracht Frankfurt den vierten Sieg im vierten Heimspiel erwarten: Gegen den Karlsruher SC verloren die Hessen zu Hause zuletzt 1975. Der Trainer warnt natürlich trotzdem: "Dieses Spiel", glaubt Friedhelm Funkel, "wird kein Selbstläufer."

Auch Bayern gibt sich zurückhaltend

Ähnlich wie Funkel redet kurioserweise Ottmar Hitzfeld. Obwohl beim Gastspiel in München wenig für Energie Cottbus spricht, beteuert der Trainer des FC Bayern: "Wir sind auf Gegenwehr gefasst, es gibt keine einfachen Bundesligaspiele mehr." Fakt ist jedoch: In den bislang vier Auswärtsspielen bei den Bayern holte Energie nicht mal einen Punkt - und in München ist noch Oktoberfest: Da haben die Bayern von 69 Heimspielen nur sechs verloren.

Der Übergangstrainer von Energie Cottbus erweckt unterdessen den Eindruck, als habe er sich mit Hitzfeld abgesprochen. Von Heiko Weber, Amateurtrainer des derzeitigen Tabellenletzten, kommen mutige Worte. "Wir werden uns dort nicht verstecken. Wir fahren dorthin, um etwas zu holen", erklärte er vor der Reise nach München. Den Spielern sagte er bei einer ersten Motivations-Ansprache, er sehe 18 Topleute vor sich, das müsse ja wohl reichen für die Bundesliga.

Die Bayern schon im Kopf hat auch Bayer Leverkusen, obwohl zunächst das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg ansteht. "Wir wollen noch mal nachlegen und drei Punkte holen, damit wir gegen die Bayern ein echtes Spitzenspiel haben", sagte Trainer Michael Skibbe. In der vergangenen Saison wäre auch die Partie am Mittwoch ein Spitzenspiel gewesen, bis zum Schluss kämpften der "Club" und Bayer auf Augenhöhe um den fünften Rang und die direkte Uefa-Pokal-Teilnahme.

Nürnberg vs. Leverkusen - unterschiedliche Vorzeichen bei Uefa-Cup-Teilnehmern

Seit Saisonbeginn gehen sie getrennte Wege: Nürnberg steht auf einem Abstiegsplatz, Leverkusen ganz oben. "Uns war klar, dass es sehr weit nach oben gehen kann, denn das fußballerische Potenzial ist vorhanden", sagt Leverkusens Torhüter Rene Adler. In Nürnberg wird derweil das Bemühen erkennbar, die Krise zu relativieren. Die Mannschaft spiele wieder besser, schieße derzeit aber keine Tore, das sei das Hauptproblem, meint Sportdirektor Martin Bader.

Arminia Bielefeld und Hannover 96 haben am sechsten Spieltag auch keinen Treffer erzielt, dafür aber jeweils drei reinbekommen. Bielefelds Trainer Ernst Middendorp hat nach dem 0:3 bei Schalke 04 einige Änderungen in der Mannschaft angekündigt, "um frischen Wind reinzubringen". Kollege Dieter Hecking wünscht sich nach dem 0:3 gegen Leverkusen: "Wir müssen als Mannschaft anders auftreten."

© SID

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