Fußball Bundesliga
Stuttgarts Minimalisten gewinnen in Nürnberg

Der VfB Stuttgart hat den Abwärtstrend in der Bundesliga mit dem ersten Sieg nach vier Unentschieden in Folge gestoppt und seinen Trainer Giovanni Trapattoni ein wenig aus der Schusslinie genommen.

Der VfB Stuttgart hat den Abwärtstrend in der Bundesliga mit dem ersten Sieg nach vier Unentschieden in Folge gestoppt und seinen Trainer Giovanni Trapattoni ein wenig aus der Schusslinie genommen. Die Schwaben gewannen mit 1:0 (1:0) beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg, der knapp eine Woche nach der Beurlaubung von Wolfgang Wolf auch unter Interimscoach Dieter Lieberwirth nicht in die Erfolgsspur zurückfand. Das Tor des Tages erzielte Christian Tiffert für die Gäste bereits nach zehn Minuten.

"Das wichtigste war heute der Sieg. Wir haben noch einige Chancen rausgespielt, die wir leider nicht genutzt haben. Der ein oder andere Spieler war nach den letzten Spielen etwas müde", erklärte Trapattoni nach dem Erfolg.

Unterdessen hat nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus auch der zuletzt heiß gehandelte Peter Neururer dem "Club" eine Absage für das Traineramt erteilt. "Er sieht sich nicht in der Lage, die Mannschaft zu übernehmen. Er hat kein Interesse an weiteren Gesprächen", bestätigte Sportdirektor Martin Bader nach der Partie.

Hausherren begannen engagiert

Vor 25 860 Zuschauern im Nürnberger Frankenstadion begannen die Hausherren zwar engagiert, jedoch auch mit vielen Fehlern. In der Defensive schlafmützig, im Mittelfeld zweikampfschwach und im Angriff harmlos - beim "Club" lief nur wenig zusammen.

Auf den neuen Trainer der Nürnberger, der nach Angaben von Bader bis spätestens Ende der Woche präsentiert werden soll, wartet noch eine Menge Arbeit. "Vielleicht geben wir auch mal einem jungen Trainer eine Chance", hatte Bader schon vor der Begegnung über das Anforderungsprofil für den neuen Mann gesagt. Eine Beschreibung, die auf "U21"-Nationaltrainer Dieter Eilts zuträfe. Der Ex-Bremer war auch im Stadion, zuletzt aber nicht bei den Franken im Gespräch.

Torhüter Raphael Schäfer sieht hingegen die Mannschaft in der Verantwortung. "Wir müssen alleine aus der Krise kommen. Wir haben aber genügend Qualität, sind aber etwas verunsichert. Wir werden uns aber steigern", sagte Schäfer. Wie die Gastgeber konnten auch die Stuttgarter mit ihrem Spiel weitesgehend nicht zufrieden sein. Zwar war der VfB eher in der Lage, einen Gang höher zu schalten, doch auch die auswärts bisher noch ungeschlagenen Gäste waren im Spiel nach vorne nur selten gefährlich. Beim Tor durch Tiffert nutzte der VfB einen seiner wenigen schnellen Angriffe, nachdem "Club"-Torhüter Schäfer einen Schuss von Christian Gentner zunächst abwehren konnte. Tiffert hatte aus kurzer Distanz keine Mühe. Auf der Gegenseite musste Timo Hildebrand, der nach überstandener Grippe wieder das Gehäuse der Schwaben hütete, vor der Pause nur einmal ernsthaft eingreifen. In der 22. Minute hielt er einen direkten Freistoß von Ivica Banovic sicher.

© SID

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