Fußball Bundesliga
Teure Magath-Verpflichtung kontra Sparkurs

Trotz des geplanten Sparkurses hat Josef Schnusenberg von Schalke 04 die Verpflichtung von Felix Magath verteidigt. "Man darf nicht am falschen Ende sparen", so der S04-Präsident.

Josef Schnusenberg, Präsident des Bundesligisten Schalke 04, hat die Verpflichtung von Felix Magath aus finanzieller Sicht verteidigt. "Gerade in diesen Zeiten darf man wirklich nicht am falschen Ende sparen, sondern muss den Besten für die betreffende Position holen", sagte Schnusenberg der Süddeutschen Zeitung: "Magath ist exzellent. Egal, wo er bislang war, er brachte die Mannschaft immer nach vorne."

Magath soll in Gelsenkirchen, wo er ab der kommenden Saison als Schalker Trainer, Manager und Mitglied des Vorstandes arbeitet, angeblich über drei Mill. Euro jährlich verdienen.

Einsparungen will der Klub, der sich für keinen internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison qualifizieren konnte, bei den Spielergehältern machen. Der Etat für die Profiabteilung von derzeit 55 Mill. Euro soll um acht bis zehn Mill. gesenkt werden. Der Gesamtetat, der laut Schnusenberg in Jahren mit Beteiligung an internationalen Wettbewerben zwischen 130 und 140 Mill. Euro betrug, soll auf 110 Mill. sinken. "Das ist ein gewaltiger Unterschied", sagte Schnusenberg.

Es sei schwierig, Kürzungen vorzunehmen, da viele Spieler langfristige Verträge besäßen, sagte der 68 Jahre alte Chef einer der größten Steuerberatungskanzleien in Nordrhein-Westfalen: "Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren verstärkt erfolgsabhängige Verträge abgeschlossen."

Ein Engagement von Finanzinvestoren bei den Königsblauen lehnt Schnusenberg strikt ab. "Investoren haben eigene Interessen. Die einen halten sich einen Fußballklub wie ein Flugzeug oder eine Yacht. Das ist der Spaßfaktor. Andere wollen Geld verdienen. Und da besteht die Gefahr, dass ein Verein ausgeblutet wird", sagte Schusenberg. Einen Sponsor in den Vereinsnamen aufzunehmen, "das geht nicht". Bei Schalke spielten Emotionen eine große Rolle: "Wir sind ein eingetragener Verein, der den Fans gehört, und das soll auch so bleiben."

© SID

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