Fußball Bundesliga
Tönnies will Müller zum "Mr. Schalke" machen

Nachdem Rudi Assauer als Manager von Bundesligist Schalke 04 gehen musste, hat Aufsichtsratschef Clemes Tönnies in einem Interview erklärt, Andy Müller als neuen "Mr. Schalke" aufzubauen.

Ex-Profi Andreas Müller soll langfristig das Vakuum bei Bundesligist Schalke 04 füllen, das Rudi Assauer mit seinem Weggang bei den Königsblauen hinterlassen hat. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies will den Teammanager als neuen "Mr. Schalke" aufbauen. "Ich bin der festen Überzeugung, dass Andy Müller als unser Sportmanager in die Rolle hineinwächst. Er ist noch jung, Erfahrung hat er, und an Charisma fehlt es ihm auch nicht. Er wird einen Riesenjob machen", hofft der Unternehmer in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem Münchner Nachrichen-Magazin Focus (Montag-Ausgabe).

Finanzielle Stabilisierung hat oberste Priorität

Die Konzentration von Tönnies gilt bis auf weiteres der finanziellen Stabilisierung der nach seinen Angaben mit "aktuellen Verbindlichkeiten in Höhe von 120 Mill. Euro" belasteten Königsblauen. Ein Mittel dabei soll der Verzicht auf weitere Kredite der Hausbanken sein: "Wir haben noch in jüngster Zeit welche erhalten. Wir wollen aber zukünftig keine mehr." Seinen Angaben zufolge sollen die zuletzt bekannt gewordenen Privatdarlehen - 4,7 Mill. Euro aus seiner Kasse sowie drei Mill. Euro durch ein weiteres Aufsichtsrats-Mitglied und 500 000 Euro von Assauer - in Kürze durch Zahlungseingänge in Höhe von 25 Mill. Euro aus der Champions League sowie dem Verkauf von Dauerkarten und Arena-Logen und Mitgliedsbeiträgen tilgen.

Keine Ablösesummen mehr

Zum Sparkurs des Fleisch-Fabrikanten soll auch eine strenge Auswahl bei künftigen Neuverpflichtungen gehören. "Wir werden keine Ablösesummen mehr bezahlen, sondern nur noch Spieler kaufen, die frei wechseln können", stellte Tönnies klar.

Das verpasste Saisonziel Champions-League-Teilnahme macht den "Knappen" aus Sicht von Tönnies keinen Strich durch die Rechnung. "Mit dem Erreichen des Uefa-Pokals liegen wir im Liquiditätsplan. Das Erreichen des Halbfinales im Uefa-Pokal war lukrativer als ein Ausscheiden in der ersten K.o.-Runde nach den Gruppenspielen der Champions League."

Zweifel an der Seriösität des Schalker Finanzgebarens hält der Aufsichtsrats-Boss ungeachtet der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen des umstrittenen Ein-Euro-Deals mit der Stadt Gelsenkirchen für das ausgediente Parkstadion für unangebracht. Tönnies: "Die Übernahme der Ruine Parkstadion war ein sehr guter Deal. Das war praktizierte Wirtschaftsförderung. Dass eine solche Wertsteigerung durch Schalke als Buchhaltungsverbrechen dargestellt wird, ist doch ein Witz."

© SID

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