Fußball Bundesliga
Toni sieht sich schon beim AS Rom

Ein Wechsel von Luca Toni zum AS Rom rückt offenbar immer näher. "Es ist noch nicht fix, aber ich will zum AS Rom wechseln und ich werde es schaffen," meinte der Bayern-Stürmer.

Luca Toni kam, traf nur einen Sommer lang - und deshalb soll "Toni torlos" nun wieder gehen. Der beim deutschen Rekordmeister Bayern München aufs Abstellgleis geschobene Weltmeister will so schnell wie möglich in seine Heimat Italien flüchten, zurück zu den Fans, seinen Freunden und seiner Mutter.

Der Stürmerstar bestätigte am Sonntag erstmals Verhandlungen mit dem italienischen Erstligisten AS Rom. Die Sehnsucht nach der Rückkehr in seine geliebte Heimat ist groß. "Es ist noch nicht fix, aber ich will zum AS Rom wechseln und ich werde es schaffen", sagte Toni der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport.

Variante Rom wahrscheinlicher als Chelsea

In England wird derweil sogar spekuliert, Toni könne bald an der Seite von Michael Ballack beim FC Chelsea spielen. Jedoch ist die Variante Rom deutlich wahrscheinlicher. Schon Anfang Januar soll der Wechsel erfolgen, die Zahlen liegen bereits auf dem Tisch.

In Italien werden Tonis Dienste noch geschätzt, doch Gehälter wie beim FC Bayern will die Roma nicht ganz zahlen. Der dreimalige Meister ist anscheinend bereit, Luca Toni bis zum Saisonende ein Nettogehalt in Höhe von 1,8 Mill. Euro zu gewähren. Dies sind circa 600 000 Euro weniger, als er bei den Bayern kassiert hätte. Der 32-Jährige soll einen Vertrag bis 2012 erhalten.

Auch der italienische Meister Inter Mailand hatte Interesse an einer Verpflichtung Tonis signalisiert, doch offensichtlich scheut der Weltmeister die prominente Konkurrenz. "Toni hat Lust auf einen Neuanfang. Für ihn ist das Wichtigste, regelmäßig zu spielen", sagte sein Berater Tullio Tinti.

Toni will seine WM-Chancen verbessern

Toni will beim dreimaligen Europapokalsieger seine Chancen verbessern, als Stammspieler der Nationalmannschaft zur WM-Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) zu fahren. In Rom wird er schon sehnsüchtig von Superstar Francesco Totti erwartet. "Luca ist ein solider und zuverlässiger Stürmer. Er ist der Weltmeister, den wir brauchen. Der Klub wird uns im Januar ein schönes Geschenk machen", schrieb Totti auf seiner Internetseite.

Das Abenteuer München, das mit 35 Toren in 41 Pflichtspielen bis zum DFB-Pokal-Finale (2:1 n.V. gegen Borussia Dortmund) begonnen hatte, scheint beendet. Aus dem Gute-Laune-Toni, dem Torjäger, der auf kuriose Weise und ohne großen läuferischen Aufwand irgendwie den Ball ins Tor säbelte, ist ein griesgrämiger "Toni torlos" geworden. Er sprach von "Zermürbungen und wochenlangen Entbehrungen".

Mit dem neuen Trainer Louis van Gaal kam er überhaupt nicht klar, nach öffentlicher Kritik wurde zuletzt sogar suspendiert und mit einer hohen Geldstrafe belegt. Bayern München wird Toni keine Steine in den Weg legen. "Wir sind bereit, ihn kostenlos auszuleihen oder abzugeben", sagte Präsident Uli Hoeneß, der den Italiener zum Weihnachtsfest ins Schaufenster gestellt hatte.

Einstiger Wunschkandidat Toni flüchtet

Dies sogar ablösefrei - dabei hatte sich der FC Bayern seinen Wunschkandidaten Toni im Sommer 2007 noch elf Mill. Euro kosten lassen, die der AC Florenz einstrich.

Der Anfang vom Ende war der 7. November. Während sich seine Kollegen von Bayern München zu einem 1:1 gegen Schalke 04 quälten, war Luca Toni schon längst auf dem Nachhauseweg. In der Halbzeit von van Gaal ausgewechselt, flüchtete der stolze Italiener umgehend aus dem Stadion. Damals noch nicht in den Süden - aber bald ist es wohl soweit.

© SID

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