Fußball Bundesliga
Toni-Wechsel wird zur Hängepartie

Der Manager von Weltmeister Luca Toni hat dementiert, dass der Wechsel des Stürmers zu Bayern München in trockenen Tüchern ist. Derweil kündigte Coach Ottmar Hitzfeld an, dass Claudio Pizarro keinen neuen Vertrag kriegt.

Es ist anscheinend noch ein langer Weg, bevor der Wechsel von Weltmeister Luca Toni zu Bayern München perfekt ist. Nachdem Trainer Ottmar Hitzfeld schon am Sonntag die Situation trotz anderslautender Meldungen aus Italien als "völlig offen" bezeichnet hatte, dementierte nun auch Tonis Berater Tullio Tinti eine Einigung zwischen dem 29 Jahre alten Torjäger des AC Florenz und dem deutschen Rekordmeister.

Es bestehe überhaupt keine Vereinbarung, sagte Tinti der Münchner Zeitung tz. "Alles, was in den Zeitungen darüber berichtet wurde, ist nicht wahr." Es bestehe natürlich Interesse des FC Bayern, das sei "eine der besten Adressen in Europa. Aber alle europäischen Topklubs würden Luca gerne verpflichten". Laut Tinti wird eine Entscheidung definitiv erst am Saisonende fallen.

Chelsea ist ins Rennen eingestiegen

Die Gazzetta dello Sport hatte den Transfer am Wochenende bereits als perfekt gemeldet. 18 Mill. Euro Ablöse und 5,5 Mill. Gehalt wurden genannt. Inzwischen soll aber neben den italienischen Topklubs AC und Inter Mailand sowie Juventus Turin auch der FC Chelsea in den Poker um Toni eingestiegen sein.

Derweil wird weiter über mögliche neue Stars beim FC Bayern spekuliert, nachdem Manager Uli Hoeneß eine "total veränderte" Mannschaft für die kommende Saison angekündigt hat. Neben Toni sollen nach wie vor Arjen Robben vom FC Chelsea, Miroslav Klose von Werder Bremen, Ze Roberto (FC Santos) und Marcell Jansen (Gladbach) auf der Münchner Wunschliste stehen.

Sneijder als Spielmacher im Gespräch

Zudem wurde als möglicher neuer Spielmacher Wesley Sneijder von Ajax Amsterdam ins Gespräch gebracht. Bei allen genannten Spielern mit Ausnahme des ablösefreien Ze Roberto wären zweistellige Transfersummen fällig. Für Robben sollen es angeblich sogar 22 Mill. sein. Doch laut Hoeneß hat der FC Bayern "genug Geld". An die 100 Mill. soll die Münchner laut Bild-Zeitung ihre geplante Einkaufstour kosten.

Bisher stehen Jose Ernesto Sosa (zwischen fünf und zehn Millionen), Jan Schlaudraff (1,2) und Hamit Altintop (ablösefrei) als Zugänge fest. Sicher werden Mehmet Scholl (Karriereende), Hasan Salihamidzic (Juventus Turin) und Claudio Pizarro nicht mehr dabei sein. Hoeneß bestätigte am Montag dem kicker, dass der FC Bayern den Vertrag mit dem Peruaner auf keinen Fall verlängern werde.

Keine Perspektiven trotz laufender Verträge haben Roque Santa Cruz, Ali Karimi und Julio dos Santos. Owen Hargreaves zieht es weiterhin zu Manchester United. Aber auch Roy Makaay, Martin Demichelis, Christian Lell oder Daniel van Buyten müssen zittern.

© SID

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